Im Präsidentschaftswahlkampf von Real Madrid sorgt ein Versprechen von Kandidat Enrique Riquelme für Unruhe weit über Spanien hinaus: Der Unternehmer kündigte an, Erling Haaland und Rodri nach Madrid holen zu wollen, und versprach den Mitgliedern sogar eine Rückerstattung des Beitrags, falls der Transfer von Haaland nicht gelingt. Manchester City weist die Angaben zurück und prüft nach eigenen Angaben rechtliche Schritte.
Riquelme hatte zunächst mit einem Real-Trikot mit der Aufschrift „Haaland 9“ auf sich aufmerksam gemacht. Danach sagte er, Haaland habe eine Ausstiegsklausel und wolle zu Real Madrid wechseln. Der Kandidat tritt bei der Wahl gegen den amtierenden Präsidenten Florentino Perez an, der im Rennen um die Klubführung mit anderen hochkarätigen Namen wirbt.
Besonders heikel ist die Ansage auch deshalb, weil Haaland erst im Jänner seinen Vertrag bei Manchester City verlängert hat. Die Laufzeit des Kontrakts reicht bis 2034. Rodri steht bei den Engländern wiederum noch bis Ende der kommenden Saison unter Vertrag. Beide Spieler gehören zum Kern des City-Kaders, weshalb Aussagen über mögliche Wechsel sofort große Resonanz auslösen.
Manchester City stellte klar, Berichte aus Spanien seien falsch. Es gebe keine vertragliche Klausel, die einen Wechsel ermögliche. Zudem sei der Verein mit der Verwendung des Spielerbildes in diesem Zusammenhang nicht einverstanden und prüfe rechtliche Schritte. Auch aus dem Umfeld von Haaland wurden die Aussagen Riquelmes zurückgewiesen.
Für Real Madrid kommt die Debatte zur Unzeit mitten in einen Wahlkampf, in dem sportliche Großversprechen traditionell eine zentrale Rolle spielen. Dass nun ausgerechnet die Namen Haaland und Rodri fallen, erhöht den Druck auf den Kandidaten und verschärft zugleich die Spannungen mit Manchester City. Für den Klub aus der Premier League ist der Fall nicht nur eine Frage des Transfers, sondern auch des Umgangs mit dem Marken- und Bildrecht seiner Spieler.









