In Kitzbühel wird beim 82. Generali Open nicht nur um Punkte gespielt, sondern auch um ein Stück Turnieridentität. Das ATP-250-Event gilt trotz vergleichsweise geringer Preisgeld- und Ranglistenattraktivität als Fixpunkt der Tennissaison – vor allem wegen seiner langen Geschichte, der besonderen Kulisse und der treuen Fans.
Der Reiz des Turniers speist sich aus mehreren Ebenen: In Kitzbühel traten über die Jahre große Namen wie Pete Sampras und Boris Becker an, auch Guillermo Vilas prägte die Statistik nachhaltig. Aus österreichischer Sicht haben Thomas Muster 1993 und Dominic Thiem 2019 für Heimtitel gesorgt. Gerade der Erfolg von Thiem habe das Turnier weiter wachsen lassen, sagt Turnierdirektor Alexander Antonitsch.
Antonitsch, seit 2011 für das Turnier verantwortlich, verweist auf die anhaltend starke Nachfrage. An vielen Tagen sei die Anlage ausverkauft, am Dienstag kamen demnach 5.500 Besucherinnen und Besucher. Auch der Zuspruch bei Kindern und Hobbysportlern bleibt groß: Beim Kids Day waren 1.200 Kinder auf der Anlage. Kitzbühel profitiere zudem davon, dass Tennis seit der Corona-Pandemie wieder Zulauf habe.
Neben den Fans schätzen auch viele Spieler die Atmosphäre in den Tiroler Bergen. Das Turnier wurde 2025 mit dem „Standard of Excellence“-Award ausgezeichnet – eine Anerkennung, die nur wenige ATP-Turniere erhalten haben. Für die Veranstalter ist das auch ein Zeichen, dass sich Tradition und professioneller Tourbetrieb in Kitzbühel weiterhin gut verbinden lassen.
Die Geschichte des Turniers reicht tief in die österreichische Tennis- und Sportkultur hinein. Hansi Hinterseer war in Kitzbühel einst als Ballbub im Einsatz, Hans Kary und Jürgen Melzer gehören ebenso zu den Namen, die mit dem Bewerb verbunden sind. Dass heute noch über frühere Sieger, Zuschauerrekorde und besondere Turniermomente gesprochen wird, zeigt, welchen Stellenwert die Generali Open im Kalender behalten haben.









