Ralf Rangnick wird in Italien mit dem AC Milan in Verbindung gebracht. Der 65-Jährige soll sich nach Berichten aus dem Umfeld des Klubs bereits mit Zlatan Ibrahimovic und weiteren Verantwortlichen ausgetauscht haben. Im Raum steht damit ein möglicher Abgang des ÖFB-Teamchefs noch vor dem nächsten großen Turnierzyklus.
Rangnick betreut seit Sommer 2022 das österreichische Nationalteam und hat den ÖFB nach dem Rückzug von Teamchef Franco Foda übernommen. Unter seiner Führung hat sich die Auswahl sportlich stabilisiert und zuletzt auch international Aufmerksamkeit erarbeitet. Genau deshalb würde ein Wechsel nach Mailand weit über eine Personalie hinausreichen: Er würde auch die Planungen des Österreichischen Fußball-Bundes für die kommenden Monate unmittelbar betreffen.
AC Milan zählt zu den traditionsreichsten Klubs Europas, ist aber seit Jahren auf der Suche nach größerer Konstanz auf der Trainer- und Führungsebene. Dass sich der Club mit Rangnick beschäftigt, passt zu dessen Profil als Stratege mit klaren sportlichen Strukturen. Er galt in der Vergangenheit bereits mehrfach als Kandidat für große Aufgaben im Klubfußball, unter anderem war sein Name auch im Zusammenhang mit einer sportlichen Reformrolle im internationalen Spitzenfußball gefallen.
Für Rangnick wäre ein Wechsel nach Mailand auch deshalb bemerkenswert, weil er den ÖFB in einer wichtigen Phase verlassen könnte. Österreichs Team steht in den kommenden Jahren vor entscheidenden Qualifikationen und Turnieren, die sportliche Kontinuität verlangen. Ob es tatsächlich zu einem Transfer an den Comer See kommt, hängt nun offenbar davon ab, wie konkret die Gespräche mit Milan werden und ob der Klub Rangnick mit einem klaren Konzept überzeugt.
Offiziell bestätigt ist ein Wechsel bisher nicht. Allein die Gespräche zeigen aber, dass der Name Rangnick weiterhin auch auf dem europäischen Trainermarkt Gewicht hat. Sollte Milan ernst machen, müsste der ÖFB rasch auf eine mögliche Veränderung an der Spitze reagieren.









