Anastasia Potapowa hat bei den French Open in Paris für die bisher größte Überraschung im Damenbewerb gesorgt. Die 25-jährige Neo-Österreicherin schlug am Samstag im Centrecourt Philippe-Chatrier die an Nummer vier gesetzte Titelverteidigerin Coco Gauff nach 2:37 Stunden mit 4:6, 7:6 (7:1), 6:4 und steht damit im Achtelfinale.
Potapowa startete aggressiv und nahm Gauff gleich zu Beginn den Aufschlag ab. Mit harten Grundschlägen und variabler Spielweise setzte sie die US-Amerikanerin immer wieder unter Druck. Gauff arbeitete sich zwar zurück und holte sich den ersten Satz nach einem Doppelfehler der Österreicherin noch mit 6:4, doch Potapowa blieb auch danach mutig und suchte konsequent den Weg nach vorne.
Im zweiten Durchgang verspielte Potapowa eine 5:2-Führung und ließ Gauff noch einmal herankommen. Im Tiebreak war sie dann aber klar die bessere Spielerin, dominierte mit 7:1 und stellte auf Satzgleichstand. Auch im Entscheidungssatz blieb das Match eng, ehe Potapowa bei 4:4 die entscheidenden Punkte machte und die Partie ausservierte.
„Es war bis zum Ende ein großer Kampf. Dieser Sieg ist unter den besten drei“, sagte Potapowa nach ihrem Erfolg. Für die in Russland geborene Spielerin, die seit heuer für Österreich antritt, ist der Einzug ins Achtelfinale von Roland Garros der bisher größte Erfolg ihrer Karriere unter österreichischer Flagge.
Dort trifft sie nun auf die als Nummer 22 gesetzte Russin Anna Kalinskaja. Potapowa ist zugleich die erste österreichische Achtelfinalistin in Paris seit Sybille Bammer im Jahr 2007.









