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Patti Smith in Wien: Drei Auftritte, ein Abend im Theater Akzent

Redaktionelle Szene zum Thema „Patti Smith in Wien: Drei Auftritte, ein Abend im Theater Akzent“

Patti Smith hat am Dienstagabend im Theater Akzent in Wien einen Auftritt absolviert und ist in den kommenden Tagen noch zweimal in der Stadt zu hören. Am Donnerstag steht die Musikerin in der Arena Wien auf der Bühne, am Freitag eröffnet sie die Wiener Festwochen am Heldenplatz.

Der Auftritt im Theater Akzent war dabei bewusst offen angelegt. Vor dem Abend war nicht klar, ob Smith lesen, mit dem Publikum sprechen oder musikalisch auftreten würde. Gerade diese Unberechenbarkeit gehört seit Jahren zum Reiz ihrer Auftritte: Die 78-Jährige, die mit Songs wie „Because the Night“ zur Ikone des Punk und der Rockpoesie wurde, bewegt sich seit jeher zwischen Konzert, Spoken Word und literarischer Performance.

Smith hat in Wien immer wieder Station gemacht, und gerade diese Wiederkehr macht ihre Auftritte für ein Publikum interessant, das sie längst nicht mehr nur als Sängerin wahrnimmt. Ihre Rollen als Musikerin, Autorin und politische Stimme sind über die Jahrzehnte ineinandergeflossen. Wer sie live erlebt, bekommt meist keine glatt polierte Nostalgieshow, sondern einen Abend, der zwischen Erinnerung, Haltung und Gegenwart pendelt.

Dass die Wiener Festwochen Smith gleich für drei Termine eingeplant haben, zeigt auch, welchen Stellenwert sie für ein kulturinteressiertes Publikum bis heute hat. Die Arena Wien gilt für viele ihrer Fans als besonders passender Ort, weil dort die Nähe zwischen Künstlerin und Publikum größer ist als in einem klassischen Konzertsaal. Der Auftritt am Heldenplatz wiederum verankert sie sichtbar im Eröffnungsprogramm eines Festivals, das sich traditionell nicht nur als Bühnen-, sondern auch als Diskursraum versteht.

Smiths Präsenz in Wien fügt sich damit in ein Bild, das längst über den Mythos der „Godmother of Punk“ hinausgeht. Sie ist eine Künstlerin, die ihre eigene Geschichte nicht verwaltet, sondern immer wieder neu einsetzt – als Stimme, als Figur und als Erinnerung daran, dass Popmusik auch Literatur, Protest und persönliche Erzählung sein kann.

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