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Paketabgabe steigt auf 2,40 Euro pro Sendung

Redaktionelle Szene zum Thema „Paketabgabe steigt auf 2,40 Euro pro Sendung“

Die geplante Paketabgabe für große Onlinehändler wird ab 1. Oktober teurer als zunächst angekündigt: Statt 2 Euro werden pro Paket 2,40 Euro fällig. Der Grund ist, dass auf die Abgabe die Mehrwertsteuer hinzukommt. Damit erhöht sich der Betrag für Konsumentinnen und Konsumenten indirekt, auch wenn die Abgabe formal bei den Anbietern ansetzt.

Betroffen sind vor allem internationale Onlinehändler, die massenhaft Kleinsendungen nach Österreich liefern. Die Abgabe soll laut den vorliegenden Angaben jährlich rund 280 Millionen Euro einbringen. Politisch ist das Modell Teil eines breiteren Versuchs, den stark wachsenden Onlinehandel stärker an den heimischen Abgaben zu beteiligen.

Die nun höhere Belastung ergibt sich aus einem Detail im Gesetz: Die Umsatzsteuer wurde bei der ursprünglichen Kommunikation offenbar nicht mitgerechnet. Dadurch steigt der Endbetrag von 2 Euro auf 2,40 Euro pro Paket. Für Unternehmen mit sehr hohen Stückzahlen macht dieser Unterschied beträchtliche Summen aus, weil die Abgabe auf jede einzelne Sendung anfällt.

Die Maßnahme trifft vor allem große Plattformen und Händler, die ihre Waren direkt an österreichische Kundinnen und Kunden verschicken. Im politischen Umfeld wird die Paketabgabe als Einnahmequelle und als Antwort auf die Verlagerung des Handels ins Internet gesehen. Kritiker verweisen seit Langem darauf, dass klassische heimische Geschäfte im Wettbewerb mit internationalen Onlineanbietern unter Druck geraten.

Für den Staat bedeutet die Abgabe zusätzliche Einnahmen, für die betroffenen Händler aber höhere Kosten in einem ohnehin preissensiblen Markt. Ob und in welchem Ausmaß diese Mehrkosten letztlich an die Käufer weitergegeben werden, hängt von den jeweiligen Geschäftsmodellen und Versandstrategien der Anbieter ab.

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