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ÖFB-Sieg gegen Tunesien wird von Verletzungssorgen überschattet

Redaktionelle Szene zum Thema „ÖFB-Sieg gegen Tunesien wird von Verletzungssorgen überschattet“

Der 1:0-Sieg Österreichs im letzten WM-Test gegen Tunesien hat für Teamchef Ralf Rangnick zwar neue Erkenntnisse gebracht, aber auch Sorgen um zwei Leistungsträger ausgelöst. Bei David Alaba und einem weiteren ÖFB-Profi werden nach der Partie im Ernst-Happel-Stadion Muskelverletzungen untersucht.

Rangnick sprach nach dem Spiel von „Licht und Schatten“. Vor allem in der ersten Hälfte habe dem Team im letzten Drittel die Genauigkeit gefehlt. „Da haben wir einiges gesehen, was wir berücksichtigen müssen“, sagte der Teamchef mit Blick auf das erste WM-Spiel. Nach dem Seitenwechsel sei Österreich klar verbessert aufgetreten und dem zweiten oder dritten Treffer näher gewesen als Tunesien dem Ausgleich.

Der Siegtreffer durch Marcel Sabitzer nach gutem Mittelfeldpressing passte aus Sicht des Trainers zum besseren Auftritt nach der Pause. Österreich kontrollierte die Partie phasenweise, ohne allerdings früh für klare Verhältnisse zu sorgen. Tunesien blieb in einzelnen Szenen gefährlich, brachte die ÖFB-Abwehr aber insgesamt nur selten ernsthaft in Bedrängnis.

Auch die Spieler zogen ein zwiespältiges Fazit. Sasa Kalajdzic lobte die Mentalität der Mannschaft und sprach von einer guten Generalprobe. Marko Arnautovic zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und betonte, dass das Team „fast alle fit“ sei. Er verwies zugleich darauf, dass es in der ersten Hälfte an Lösungen für den Torabschluss gefehlt habe, das Team aber nicht aufgehört habe, anzugreifen.

Besonders aufmerksam wird der ÖFB die medizinische Abteilung nun bei Alaba und einem weiteren Spieler beobachten. Beide sollen nach Muskelproblemen untersucht werden. Für Rangnick kommt das zur Unzeit, weil der Kader kurz vor dem WM-Start ohnehin nur wenig Spielraum für Ausfälle lässt.

Torhüter Alexander Schlager sagte, die Mannschaft habe in einigen Situationen Glück gehabt, das gehöre aber auch dazu. Insgesamt sei der Auftritt nicht optimal gewesen, zugleich habe das Spiel gezeigt, welche Energie im Team stecke. Genau diese Mischung aus Warnsignalen und Zuversicht dürfte Rangnick aus dem Test mitnehmen.

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