Apple wird seine überarbeitete Siri mit Künstlicher Intelligenz in der Europäischen Union vorerst nicht anbieten. Die neue Version des Sprachassistenten soll deutlich leistungsfähiger werden und stärker mit ChatGPT konkurrieren, doch Nutzerinnen und Nutzer in der EU gehen zunächst leer aus.
Der Schritt betrifft einen zentralen Baustein von Apples KI-Offensive. Der Konzern will Künstliche Intelligenz stärker in den Alltag seiner Geräte integrieren und Siri dafür umfassend überarbeiten. Ziel ist ein Assistent, der Anfragen präziser beantwortet, mehr Kontext versteht und Aufgaben direkt ausführen kann. Für den europäischen Markt bleibt dieser Funktionssprung vorerst aus.
Hintergrund sind die strengeren Vorgaben der EU, die für große Technologieunternehmen neue Pflichten mit sich bringen. Apple hatte bereits in anderen Bereichen spürbar auf europäische Regeln reagiert und Funktionen teils verzögert oder angepasst. Bei der neuen Siri dürfte die regulatorische Unsicherheit erneut eine Rolle spielen. Für den Konzern geht es dabei nicht nur um Technik, sondern auch um die Frage, wie sich neue Dienste unter den Bedingungen des europäischen Digitalmarkts ausrollen lassen.
Für Apple ist die neue Siri strategisch wichtig. Der Konzern steht im Wettbewerb mit anderen Anbietern, die ihre Assistenten und KI-Dienste bereits rasch ausbauen. Gerade im Bereich Sprachsteuerung und Alltagsassistenz entscheidet sich, wie stark Nutzerinnen und Nutzer an ein Ökosystem gebunden werden. Dass die EU bei dem Start außen vor bleibt, verzögert damit auch Apples Bemühen, im KI-Wettlauf sichtbar aufzuholen.
Für europäische Kundinnen und Kunden bedeutet das vorerst eine weitere Lücke bei einem der wichtigsten neuen Apple-Dienste. Wann die KI-Version von Siri in der EU nachgereicht wird, bleibt offen. Klar ist nur: Apple setzt bei dem Rollout zunächst auf Märkte außerhalb der Union.









