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ÖBB-Güterverkehr bleibt trotz Förderungen tief im Minus

Redaktionelle Szene zum Thema „ÖBB-Güterverkehr bleibt trotz Förderungen tief im Minus“

Der ÖBB-Güterverkehr bleibt trotz Subventionen in Millionenhöhe defizitär. Mit dem Auslaufen einer jahrelangen Förderschiene steht die Sparte zusätzlich unter Druck, während sie im Wettbewerb mit dem Lkw weiter um Marktanteile ringt.

Branchenvertreter verweisen dabei vor allem auf strukturelle Nachteile im grenzüberschreitenden Bahntransport. Die größten Probleme lägen weniger bei der direkten Finanzierung einzelner Zugverbindungen als bei den regulatorischen Rahmenbedingungen, heißt es aus dem Umfeld der Branche. Dort werde der Aufwand für internationale Transporte durch unterschiedliche Regeln, Abläufe und Zuständigkeiten in mehreren Ländern erhöht.

Förderung läuft aus

Im heimischen Bahnverkehr trifft das Doppelbudget den Sektor mehrfach. Im Personenverkehr werden schwächer ausgelastete Züge teils durch günstigere Busverbindungen ersetzt, zugleich werden geplante Infrastrukturprojekte verschoben. Im Güterverkehr endet nun eine Förderung, die über Jahre geholfen hat, den Betrieb abzufedern.

Die Subventionen konnten die wirtschaftlichen Probleme der Sparte aber offenbar nicht beseitigen. Der Güterverkehr steht im direkten Wettbewerb mit dem Lkw, der auf vielen Relationen mit flexibleren Abläufen und oft auch geringeren organisatorischen Hürden punkten kann. Für die Bahn bleibt der internationale Transport damit besonders anspruchsvoll.

Branche fordert andere Hebel

Aus Sicht von Branchenkennern liegen die wirksameren Hebel nicht in weiteren Förderprogrammen, sondern bei den Rahmenbedingungen. Sollte es gelingen, die Regulierung für grenzüberschreitende Bahntransporte spürbar zu vereinfachen oder besser zu harmonisieren, hätte das deutlich mehr Effekt als zusätzliche Beihilfen, lautet die Einschätzung.

Für die ÖBB-Gütersparte bedeutet das eine doppelte Belastung: Einerseits laufen staatliche Unterstützungen aus, andererseits bleibt das Marktumfeld schwierig. Wie stark sich das auf die künftige Entwicklung auswirkt, hängt auch davon ab, ob Politik und Branche bei den strukturellen Hindernissen vorankommen.

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