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Milo Rau bedauert Absage der Thiel-Debatte bei den Festwochen

Redaktionelle Szene zum Thema „Milo Rau bedauert Absage der Thiel-Debatte bei den Festwochen“

Der Intendant der Wiener Festwochen, Milo Rau, hat die abgesagte Debatte mit dem US-Tech-Milliardär Peter Thiel bedauert und sie als „demokratiepolitisch relevant“ bezeichnet. „Wenn man so eine Veranstaltung plant, ist Kontext alles. Und den hätten wir geliefert“, sagte Rau mit Blick auf das geplatzte Gespräch, das seit Tagen für Diskussionen gesorgt hatte.

Die Festwochen hatten die Begegnung mit Thiel vorbereitet, der als einer der einflussreichsten Unternehmer im Umfeld der amerikanischen Rechten gilt. Seit Samstagabend ist klar, dass das Vorhaben nicht zustande kommt. Rau erklärte, er halte es grundsätzlich für wichtig, mit Personen wie Thiel zu debattieren, gerade wenn deren politische und gesellschaftliche Positionen umstritten seien.

Im Gespräch verwies Rau darauf, dass er die Festwochen inhaltlich gut gerüstet gesehen habe, um die Debatte einzuordnen. Die Veranstaltung hätte aus seiner Sicht nicht als isolierter Schlagabtausch stattgefunden, sondern eingebettet in den Kontext des Festivals. Genau diese Rahmung sei für ihn entscheidend gewesen.

Die Absage hatte die Festwochen in der vergangenen Woche stark beschäftigt. Im Zentrum stand die Frage, ob Peter Thiel tatsächlich nach Wien kommen würde oder ob der öffentliche Druck zu groß werden könnte. Mit der nun bestätigten Absage ist die Debatte vom Tisch, die bereits im Vorfeld weit über die Kulturinstitution hinaus politische Aufmerksamkeit ausgelöst hatte.

Rau stellte sich dabei ausdrücklich gegen die Vorstellung, man müsse sich mit Akteuren wie Thiel grundsätzlich verweigern. Aus seiner Sicht gehört es zu einer offenen demokratischen Kultur, sich auch mit Positionen auseinanderzusetzen, die man ablehnt oder scharf kritisiert. Dass die Debatte nicht stattfinden werde, sei daher bedauerlich.

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