Michael Simmer legt sein Amt als Superintendent der evangelischen Diözese Niederösterreich mit September zurück. Der 42-Jährige informierte am Donnerstag die Mitglieder der Superintendentialversammlung über seine Entscheidung. Als Grund nannte er persönliche und private Gründe.
Der nächste Schritt ist für den 25. Juni geplant: Dann soll der Superintendentialausschuss den Termin für die Superintendentialversammlung im September festlegen. In dieser Versammlung muss die freiwillige Amtsniederlegung formell anerkannt werden. Danach wird das Verfahren für die Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers eingeleitet.
Für die Zeit der Vakanz übernehmen die Seniorinnen und Senioren, also die Stellvertreter des Superintendenten, gemeinsam mit der Superintendentialkuratorin die Amtsgeschäfte.
Simmer war erst 2024 in das Amt des Superintendenten eingetreten. Der in Wien geborene Theologe studierte evangelische Theologie in Wien und Bern. Sein Vikariat absolvierte er in der Pfarrgemeinde Amstetten-Waidhofen/Ybbs, danach war er als Jugendpfarrer in Niederösterreich tätig. Seit 2019 leitete er das Schulamt der Superintendenz Niederösterreich und war Fachinspektor für den evangelischen Religionsunterricht an höheren Schulen.
Zur evangelischen Diözese Niederösterreich gehören 28 Pfarrgemeinden mit rund 35.000 Mitgliedern. Der Superintendent ist für zwölf Jahre bestellt und trägt die geistliche Leitung der Diözese.









