Im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek ist am Donnerstag der niederösterreichische Landespolizeichef Franz Popp befragt worden. Er gehört zu jener Reihe hochrangiger Beamter, die klären sollen, wie Spitzenpolizisten vom Tod des langjährigen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek im Oktober 2023 erfahren haben und welche Schritte danach gesetzt wurden.
Der Ausschuss nimmt damit weitere Führungskräfte der Polizei ins Visier. Bereits zuvor waren mehrere ranghohe Beamte geladen, nun stand mit Popp ein zentraler Vertreter der niederösterreichischen Landespolizei Rede und Antwort. Im Zentrum der Befragungen steht die Frage, welche Informationen innerhalb der Behörden wann vorlagen und wie damit umgegangen wurde.
Am Nachmittag soll zudem der Generaldirektor für Öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, im Parlament erscheinen. Er ist der oberste Polizeibeamte im Innenministerium und damit eine der wichtigsten Auskunftspersonen in dem Verfahren. Die Befragungen sollen helfen, die Abläufe nach Pilnaceks Tod im Herbst 2023 lückenlos zu rekonstruieren.
Die Causa Pilnacek beschäftigt den Ausschuss seit Monaten. Im Fokus steht nicht nur der Todesfall selbst, sondern vor allem der behördliche Umgang mit den ersten Informationen, die nach dem Fund des früheren Justiz-Spitzenbeamten kursierten. Mit den aktuellen Ladungen rücken nun erneut die Sicherheitsbehörden in den Mittelpunkt der parlamentarischen Aufarbeitung.









