Die geplante Sanierung des Karkogel-Skigebiets in Abtenau im Tennengau ist gescheitert. Der Raiffeisenverband wollte die Bergbahnen übernehmen und das Areal retten, doch bei der Tagsatzung am Mittwoch fehlte am Ende die Zustimmung eines einzigen Grundeigentümers für die nötigen Vereinbarungen zu den Lifttrassen.
Nach Angaben des Masseverwalters Markus Stranimaier waren Finanzierung und Sanierungsplan bereits fixiert. Die entscheidende Unterschrift kam aber nicht zustande. Warum der betroffene Grundeigentümer die Vereinbarung nicht unterzeichnet hat, blieb zunächst offen.
Insolvenz wird als Konkurs weitergeführt
Stranimaier sprach von einem „bitteren“ Ausgang. Er habe vier Monate lang an einer Rettung der Bergbahnen gearbeitet und fest an die Sanierung geglaubt, sagte er. Das Skigebiet sei aus seiner Sicht touristisch wichtig und auch für die Region rund um Salzburg und Hallein von Bedeutung.
Mit dem Scheitern der Sanierung wird das Insolvenzverfahren nun als Konkursverfahren fortgeführt. Damit ist auch der geplante Start in die Sommersaison Anfang Juli mit Sommerrodelbahn und Mountaincarts abgesagt. Die letzten fünf Beschäftigten verlieren ihre Jobs.
Anlagen sollen rasch verkauft werden
Die Anlagen sollen nun so schnell wie möglich verkauft werden, um noch eine Quote für die rund 60 Gläubiger zu erzielen. Diese fordern gerichtlich anerkannt mehr als 4,5 Millionen Euro. Stranimaier rechnet allerdings damit, dass die Quote sehr gering ausfallen oder sogar bei null liegen könnte.
Hintergrund ist, dass die Liftanlagen zwar noch einige hunderttausend Euro einbringen dürften, der Erlös aber voraussichtlich weitgehend durch Abbau- und Renaturierungskosten aufgezehrt wird. Damit endet der Versuch, das seit Monaten angeschlagene Skigebiet doch noch zu erhalten, vorerst endgültig.









