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Mercedes bringt in Kanada ein Upgrade – Antonelli und Russell unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „Mercedes bringt in Kanada ein Upgrade – Antonelli und Russell unter Druck“

Mercedes reist mit einem neuen Update-Paket zum Großen Preis von Kanada nach Montreal und will damit seine Rolle als Maßstab in der Formel 1 festigen. Nach dem klaren Saisonauftakt der Silberpfeile in Miami steht auf dem Circuit Gilles Villeneuve vor allem die Frage im Raum, ob Kimi Antonelli und George Russell mit den Änderungen noch schwerer zu schlagen sind.

Antonelli kommt als Mann der Stunde nach Nordamerika. Der Italiener hat drei Rennen in Serie gewonnen und damit auch seinen Teamkollegen Russell unter Zugzwang gesetzt. Der Brite, der mit Titelambitionen in die Saison gestartet war, liegt nach dem Miami-Wochenende bereits 20 Punkte hinter dem 19-Jährigen. Russell hatte zum Auftakt gewonnen, inzwischen gilt Antonelli im Mercedes-Lager als derjenige, der derzeit das größere Momentum auf seiner Seite hat.

Russell mit guten Erinnerungen an Montreal

Ganz chancenlos ist Russell in Kanada aber nicht. Der 28-Jährige gewann den Grand Prix von Montreal im Vorjahr von der Pole Position aus und zählt den Kurs zu den Strecken, die seinem Fahrstil entgegenkommen. Auch Antonelli erwartet deshalb einen starken Teamkollegen. „George wird in Kanada sicher wie immer super-stark sein, er wird ganz sicher auf den Sieg losgehen“, sagte der Italiener vor dem Wochenende.

Antonelli selbst zeigt sich ebenfalls zuversichtlich. Er fühle sich im Mercedes derzeit sehr wohl und habe das Gefühl, den Wagen noch besser unter Kontrolle zu haben. Das zusätzliche Update könnte diesen Eindruck weiter verstärken. Mercedes bringt die Weiterentwicklung erst jetzt nach Kanada, nachdem Rivalen wie McLaren, Ferrari und Red Bull bereits in Miami nachgelegt hatten. Dort reagierte Mercedes mit einem starken Auftritt auf die Konkurrenz: Antonelli gewann, Russell wurde hinter ihm Dritter, McLaren holte mit Lando Norris und Oscar Piastri im Hauptrennen die Plätze zwei und drei.

McLaren bleibt der härteste Gegner

Gerade McLaren reist nach Montreal mit Rückenwind an. Norris gewann in Miami den Sprint vor seinem australischen Teamkollegen Oscar Piastri. Im Hauptrennen bestätigten beide ihre Stärke, auch wenn Mercedes erneut vor ihnen lag. Die Konstrukteurswertung bleibt damit offen genug, um jedes Update sofort zu einem möglichen Vorteil oder Nachteil zu machen.

Für Mercedes ist Kanada daher mehr als nur ein weiterer WM-Lauf. Das Traditionsrennen auf der Île Notre-Dame bietet die Chance, den eigenen Vorsprung im Spitzenfeld zu untermauern – oder die Frage neu aufzuwerfen, wie groß der Abstand zum Rest des Feldes tatsächlich noch ist.

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