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Konservative siegen bei Parlamentswahl auf Zypern

Redaktionelle Szene zum Thema „Konservative siegen bei Parlamentswahl auf Zypern“

Die konservative Demokratische Gesamtbewegung DISY hat die Parlamentswahl in der EU-Inselrepublik Zypern gewonnen. Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen kam die Partei am Sonntagabend auf rund 27 Prozent, wie das zyprische Innenministerium mitteilte. Zweitstärkste Kraft wurde die linke AKEL mit 23,8 Prozent.

Drittplatzierte wurde die ultranationalistische Nationale Volksfront ELAM mit etwa elf Prozent. Die Partei der politischen Mitte DIKO erreichte rund zehn Prozent. Nach den bisherigen Ergebnissen dürften auch zwei kleinere Parteien in das 56 Sitze umfassende Parlament einziehen, darunter die Formation eines YouTubers.

Die Wahlbeteiligung lag bei 66,6 Prozent. Insgesamt bewarben sich 17 Parteien und mehrere unabhängige Kandidaten um die Stimmen von rund 569.000 Wahlberechtigten. Für den Einzug ins Parlament gilt eine Sperrklausel von 3,6 Prozent.

Keine direkten Folgen für die Regierung

Unmittelbare Auswirkungen auf die Regierung hat die Wahl nicht. Nach der Verfassung liegt die politische Macht in Zypern beim direkt gewählten Staatsoberhaupt. Präsident Nikos Christodoulidis, ein Konservativer, ist seit 2023 im Amt und führt die Regierung. Das Parlament hat vor allem eine Kontrollfunktion.

Die Abstimmung gilt daher als wichtiges Stimmungsbarometer vor der Präsidentschaftswahl 2028. Im Wahlkampf spielten unter anderem die Folgen des Kriegs im Nahen Osten eine Rolle, ebenso wirtschaftliche und innenpolitische Fragen.

Das amtliche Endergebnis und die genaue Sitzverteilung im Parlament sollten am Montag vorliegen. Alle relevanten Parteien gelten grundsätzlich als proeuropäisch.

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