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Jüngere Blutspender sollen Versorgung in Vorarlberg sichern

Redaktionelle Szene zum Thema „Jüngere Blutspender sollen Versorgung in Vorarlberg sichern“

Das Rote Kreuz in Vorarlberg sucht rund um den Weltblutspendetag am 14. Juni verstärkt junge Blutspenderinnen und Blutspender. Hintergrund ist, dass die Babyboomer nach Angaben der Organisation nach und nach aus der Blutspende „in Pension“ gehen, weil mit dem Alter häufiger Medikamente dazukommen oder Spenden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich sind.

In Vorarlberg werden für die Versorgung von Patientinnen und Patienten jedes Jahr rund 15.000 Blutkonserven benötigt. Diese kommen über Blutspendeaktionen zusammen, von denen das Rote Kreuz im Land nach eigenen Angaben jährlich etwa 140 organisiert. Die Termine finden vor allem gemeinsam mit Gemeinden statt, aber auch mit Vereinen, dem Bundesheer, der Polizei und Schulen.

Schwerpunkt auf Schulen

Um neue Spenderinnen und Spender zu gewinnen, setzt das Rote Kreuz besonders auf höhere Schulen, Berufsschulen und die Pflegeschule. Dort informieren Vorträge die Schülerinnen und Schüler über das Blutspenden. Wenige Tage später folgt an der Schule eine Blutspendeaktion, bei der zunächst die Jugendlichen selbst spenden können; am Abend ist das Angebot auch für die restliche Bevölkerung offen.

Die Bemühungen zeigen Wirkung: Vorarlberg hat nach Angaben des Roten Kreuzes österreichweit die jüngsten Blutspenderinnen und Blutspender. Gleichzeitig bleibt die Gruppe der 35- bis 55-Jährigen die größte unter den Spendern. Gerade diese Altersstruktur ist wichtig, weil eine stabile Versorgung nicht von einer einzelnen Generation getragen werden kann.

Versorgung im Land gilt als stabil

Anders als in anderen Bundesländern sei die Blutversorgung in Vorarlberg derzeit nicht knapp, auch nicht in den Sommermonaten oder rund um Feiertage. Zwar gebe es dort regelmäßig einen leichten Rückgang, dieser werde aber durch eine entsprechende Planung abgefedert. Nach Angaben des Roten Kreuzes sei die Versorgung auch an den Feiertagen im Mai und Juni gut gelungen.

Ein großer Teil der in Vorarlberg benötigten Blutprodukte wird für Krebspatientinnen und Krebspatienten verwendet, etwa für Therapien. Das Rote Kreuz verweist daher auf die dauerhafte Bedeutung von Blutspenden über das ganze Jahr hinweg. Ohne die hohe Spendenbereitschaft in der Bevölkerung wäre die derzeit als sehr gut beschriebene Versorgung nicht möglich.

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