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Hugh Jackman spielt Robin Hood als brutalen Gewaltverbrecher

Redaktionelle Szene zum Thema „Hugh Jackman spielt Robin Hood als brutalen Gewaltverbrecher“

Michael Sarnoskis Mittelalterfilm The Death of Robin Hood zeichnet die bekannte Legende als düsteres Reue- und Gewaltstück. Hugh Jackman verkörpert den Titelhelden als abgekämpften, einsamen Outlaw in den schottischen Highlands, der nicht als romantischer Rächer, sondern als ruppiger, alternder Gewalttäter auftritt.

Der Film verlegt die Figur tief ins finstere 13. Jahrhundert und setzt auf eine kreidegraue, karge Landschaft statt auf Abenteuer-Patina. Robin Hood ist darin weit entfernt vom populären Heldenbild: Als zotteliger Einzelgänger hütet er ein Lagerfeuer, bevor der Film früh klar macht, dass hier Moral und Ordnung längst aus der Spur geraten sind. Statt eines befreienden Mythos interessiert Sarnoski die Zerrüttung eines Mannes, der selbst Teil der Gewalt ist, gegen die er einst gekämpft haben könnte.

Jackman als Zentrum eines düsteren Legendenfilms

Besonders hervorgehoben wird Jackmans Darstellung, die dem Stoff Gewicht verleiht. Der Schauspieler spielt Robin Hood nicht als charmanten Outlaw, sondern als Figur, die vom eigenen Lebensweg gezeichnet ist und mit Schuld, Alter und Selbstbefragung ringt. Die Stärke des Films liegt damit weniger in der Handlung als in der Präsenz seines Hauptdarstellers.

Als „Reue-Epos“ gerät The Death of Robin Hood allerdings ins Stocken. Der Film setzt zwar auf eine ernste, konsequent unromantische Deutung der Legende, trägt diese Idee aber nicht durchgehend mit derselben Spannung. Zwischen dem düsteren Ton, der physischen Härte und dem psychologischen Zugriff entsteht offenbar eher Beharrlichkeit als Dramaturgie. Das macht den Ansatz interessant, bremst den Film jedoch in seiner Wirkung aus.

Damit reiht sich Sarnoskis Arbeit in jene jüngeren Neuinterpretationen bekannter Stoffe ein, die klassische Heldenfiguren von ihrem Glanz befreien und als beschädigte, moralisch zweifelhafte Menschen zeigen. Im Fall von Robin Hood ist das nicht nur eine stilistische Entscheidung, sondern ein radikaler Zugriff auf einen der bekanntesten Mythen der Popkultur.

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