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Glawischnig warnt vor parteipolitischer Aufteilung der ORF-Spitze

Redaktionelle Szene zum Thema „Glawischnig warnt vor parteipolitischer Aufteilung der ORF-Spitze“

Eva Glawischnig hat die Diskussion über die künftige Besetzung der ORF-Direktionen scharf kritisiert. Nach der Wahl von Clemens Pig zum neuen Generaldirektor warnte die frühere Grünen-Chefin davor, dass die Führungsfunktionen des öffentlich-rechtlichen Senders künftig „pari-pari nach rot und schwarz“ verteilt werden könnten.

Glawischnig sprach in diesem Zusammenhang von einem „absolut undemokratischen Prozess“ und bezeichnete eine parteipolitische Aufteilung der Spitzenposten als „Sündenfall ohne Gleichen“. Die Aussagen fallen in eine Phase, in der die künftige personelle Aufstellung des ORF nach dem Führungswechsel politisch besonders sensibel beurteilt wird.

Der Streit dreht sich um die Frage, wie unabhängig der ORF von parteipolitischem Einfluss bleiben kann. Gerade bei der Besetzung zentraler Direktionsposten ist das Spannungsfeld zwischen politischem Proporz und journalistischer Autonomie seit Jahren ein Thema. Glawischnig stellt sich mit ihrer Kritik klar gegen jede Lösung, die den Eindruck einer Aufteilung nach Parteifarben erzeugen könnte.

Mit der Wahl von Pig ist die Debatte um die künftige Führung des Senders nicht beendet, sondern erst richtig eröffnet. Die Besetzung der Direktorenposten gilt als nächster Prüfstein dafür, wie groß der Einfluss der Parteien auf die Struktur des ORF weiterhin sein wird. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk steht damit auch die Glaubwürdigkeit seiner Unabhängigkeit auf dem Spiel.

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