Oliver Glasner hat mit Crystal Palace den ersten europäischen Titel der Vereinsgeschichte geholt. Der englische Klub setzte sich am Mittwoch im Conference-League-Finale in Leipzig gegen Rayo Vallecano mit 1:0 durch und feierte damit den dritten Titel binnen 13 Monaten unter dem 51-jährigen Österreicher.
Das entscheidende Tor fiel in einer umkämpften Partie, die lange von Zweikämpfen, intensiver Arbeit gegen den Ball und wenigen klaren Chancen geprägt war. Crystal Palace kam besser mit der Härte des Spiels zurecht und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Für Glasner war es der zweite Europacup-Erfolg als Trainer nach dem Triumph mit Eintracht Frankfurt in der Europa League.
Mit dem Sieg reiht sich der Innviertler in eine kleine Gruppe österreichischer Trainer ein, die einen Europapokal gewonnen haben. In dieser Hinsicht steht er nun auf einer Stufe mit Ernst Happel, der mit Feyenoord und dem HSV internationale Titel holte. Glasner hatte schon in Deutschland gezeigt, dass er Mannschaften auf K.-o.-Spiele und intensiven Pressingfußball einstellen kann; bei Crystal Palace führte dieser Ansatz nun auch international zum größten Erfolg der Klubgeschichte.
Rayo Vallecano, der frühere Klub von Toni Polster, hielt in Leipzig lange dagegen. Der spanische Außenseiter, dessen Saison in der Liga von hoher Laufintensität und aggressivem Zweikampfverhalten geprägt war, suchte ebenfalls über Physis und Tempo seine Chancen. Doch Crystal Palace verteidigte stabil und ließ die Madrilenen nur selten gefährlich in den Strafraum kommen.
Für den Londoner Verein ist der Titel die Fortsetzung einer bemerkenswerten Entwicklung. Noch vor Glasners Amtszeit galt Palace lange als klassischer Mittelfeldklub ohne internationale Ambitionen. Unter dem Österreicher gewann der Klub nun binnen etwas mehr als einem Jahr gleich drei Trophäen und setzte sich auf europäischer Bühne gegen einen Gegner durch, der erstmals auf dieser Stufe in einem Endspiel stand.









