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G7-Ringen um Iran und Ukraine setzt Gipfel in Evian unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „G7-Ringen um Iran und Ukraine setzt Gipfel in Evian unter Druck“

Der G7-Gipfel im französischen Evian steht ganz im Zeichen zweier Kriege: des eskalierenden Konflikts mit dem Iran und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die Europäer wollen vor allem mit US-Präsident Donald Trump über weitere Unterstützung für Kiew sprechen, während die Lage im Nahen Osten die Gespräche immer stärker überlagert.

Nach den jüngsten Angriffen zwischen Israel und dem Iran und der wachsenden Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts drängt die Krise im Nahen Osten auf die Tagesordnung der führenden Industriestaaten. Für die Gastgeber und ihre Partner ist das heikel: Sie wollen geschlossen auftreten, zugleich aber verhindern, dass die G7 bei ihren zentralen Themen, vor allem Ukraine und Wirtschaft, den Überblick verliert.

Im Mittelpunkt der europäischen Bemühungen steht die Frage, wie Washington bei der Unterstützung für die Ukraine eingebunden bleiben kann. Trump hatte sich in der Vergangenheit wiederholt skeptisch gegenüber langfristigen Hilfszusagen gezeigt und europäische Staaten zu mehr Eigenverantwortung gedrängt. Für die EU-Partner ist daher entscheidend, ob es in Evian zumindest zu einer gemeinsamen Linie bei Waffenhilfe, Luftverteidigung und Finanzierungszusagen kommt.

Der Gipfel zeigt damit erneut, wie stark die G7 von akuten Krisen getrieben werden. Die Runde, die eigentlich globale Wirtschafts- und Sicherheitsfragen koordinieren soll, muss sich nun gleichzeitig mit der Gefahr einer neuen Nahost-Eskalation und mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine befassen. Beides erhöht den Druck auf die Abschlusserklärung und auf bilaterale Gespräche am Rande des Treffens.

Für die Europäer kommt es dabei nicht nur auf Inhalte, sondern auch auf das Signal an: Trotz unterschiedlicher Prioritäten soll der Gipfel Handlungsfähigkeit demonstrieren. Ob das gelingt, hängt wesentlich davon ab, ob sich die USA zumindest bei der Ukraine-Frage auf eine engere Abstimmung mit den Verbündeten einlassen.

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