Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Einigung in der Chemiebranche: Löhne steigen um 1,8 Prozent, dazu 300 Euro Einmalzahlung

Redaktionelle Szene zum Thema „Einigung in der Chemiebranche: Löhne steigen um 1,8 Prozent, dazu 300 Euro Einmalzahlung“

Nach acht Verhandlungsrunden haben Gewerkschaften und Arbeitgeber in der österreichischen Chemischen Industrie einen neuen Kollektivvertrag vereinbart. Für die rund 50.000 Beschäftigten steigen die Ist-Löhne und -Gehälter um 1,8 Prozent, höchstens aber um 100 Euro. Zusätzlich gibt es eine Einmalzahlung von 300 Euro oder auf Wunsch einen zusätzlichen freien Tag.

Die Mindestlöhne und -gehälter sowie die Lehrlingseinkommen werden um 2 Prozent angehoben. Damit endet ein Abschluss, der von zähen Gesprächen und mehreren Warnstreiks begleitet war. Zuletzt hatte es in Wien einen Warnstreik von Beschäftigten im Zuge der Verhandlungen gegeben.

Mit der Einigung ist ein weiterer großer Industriekollektivvertrag abgeschlossen. Für die Betriebe der Chemischen Industrie bedeutet das Planungssicherheit bei den Personalkosten, für die Beschäftigten eine spürbare, wenn auch gedeckelte Anpassung der laufenden Einkommen. Die Obergrenze von 100 Euro begrenzt den Effekt der prozentuellen Erhöhung vor allem bei höheren Einkommen.

Die Chemische Industrie zählt zu den größeren Branchen im heimischen Produktionssektor. Der Abschluss dürfte auch über die Branche hinaus Beachtung finden, weil die Kollektivvertragsrunde in den vergangenen Monaten von hoher Inflation, zurückhaltender wirtschaftlicher Entwicklung und hart geführten Verhandlungen geprägt war.

Diesen Artikel teilen