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Deutsche Ökonomen senken Wachstumsprognose wegen Nahost-Kriegs

Redaktionelle Szene zum Thema „Deutsche Ökonomen senken Wachstumsprognose wegen Nahost-Kriegs“

Die fünf Wirtschaftsweisen haben ihre Prognose für die deutsche Wirtschaft nach unten korrigiert. Als Gründe nennen sie den Krieg im Iran, den starken Anstieg der Rohöl- und Gaspreise sowie die US-Handelspolitik. Sollte der Konflikt länger dauern, erwarten die Ökonomen kaum noch Wachstum.

Nach Angaben aus dem Frühjahrsgutachten der fünf Experten belastet vor allem die Energiepreisentwicklung die Konjunktur. Seit Beginn des Kriegs sind die Energiepreise durch die Blockade der Straße von Hormus deutlich gestiegen. Darüber hinaus verweist der Rat auf die handelspolitischen Risiken aus den USA, die die wirtschaftliche Lage zusätzlich eintrüben.

Für Deutschland rechnen die Wirtschaftsweisen nun mit einer spürbar schwächeren Entwicklung als bisher angenommen. Auch die Inflation dürfte dem Gutachten zufolge im Jahresschnitt bei drei Prozent liegen. Damit bleibt der Preisdruck für Verbraucher und Unternehmen höher, als es für eine schnelle Erholung günstig wäre.

Energiepreise als zentraler Belastungsfaktor

Der Konflikt im Nahen Osten trifft die deutsche Wirtschaft damit in einem besonders sensiblen Bereich. Deutschland ist stark von Energieimporten abhängig, weshalb Preissprünge bei Öl und Gas rasch auf Produktion, Transport und Verbraucherpreise durchschlagen. Vor allem für Industrie und energieintensive Betriebe verschlechtert das die Perspektiven.

Die Einschätzung der Wirtschaftsweisen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die deutsche Wirtschaft ohnehin mit schwachem Wachstum ringt. Die neuen geopolitischen Risiken verstärken nun den Druck auf die Konjunktur. Für die Bundesregierung ist das Gutachten damit ein weiteres Signal, dass die wirtschaftliche Erholung fragil bleibt.

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