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China-Schock setzt Tech-Aktien in den USA und Südkorea unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „China-Schock setzt Tech-Aktien in den USA und Südkorea unter Druck“

Ein schwächeres Marktumfeld für Speicherchips und neue Konkurrenz aus China haben Technologieaktien in den USA und Südkorea zuletzt stark belastet. Besonders deutlich traf es den südkoreanischen Speicherchiphersteller SK Hynix, dessen Aktie trotz eines im zweiten Quartal versechsfachten Gewinns nachgab.

In der vergangenen Woche verlor das Papier von SK Hynix mehr als 20 Prozent. Auch andere große Chipwerte gerieten unter Druck: Sandisk büßte 28 Prozent ein, Samsung und Micron Technology jeweils 13 Prozent. Die Rückgänge zeigen, wie nervös Anleger derzeit auf die Aussichten für den Halbleitermarkt reagieren.

Auslöser der Verkäufe ist vor allem die Sorge vor wachsender chinesischer Konkurrenz. In dem Marktumfeld belasten Investoren nicht nur die Aussicht auf zusätzliche Anbieter bei Speicherchips, sondern auch die Frage, wie lange die bisherige Preissetzungsmacht der etablierten Konzerne hält.

Zu den Faktoren, die den Druck auf den Sektor erhöhen, zählt auch ein chinesisches ChatGPT-ähnliches Angebot. Solche Entwicklungen verstärken die Befürchtung, dass China nicht nur bei Hardware, sondern auch bei Anwendungen und Software rascher aufholt als bisher angenommen.

Auch Europas führender Chipausrüster ASML bleibt davon nicht unberührt. Neue Konkurrenz aus China trifft zwar nicht unmittelbar die laufenden Geschäftszahlen des niederländischen Konzerns, verschärft aber die Skepsis der Anleger gegenüber der gesamten Branche. Die Börsenreaktionen in den USA und Südkorea machen deutlich, wie eng die Erwartungen an Wachstum, Innovation und Marktanteile mittlerweile miteinander verknüpft sind.

Der Abverkauf folgt damit nicht auf eine einzelne Unternehmensmeldung, sondern auf eine breitere Neubewertung des Technologiesektors. Selbst starke Quartalszahlen reichen derzeit nicht aus, um die Furcht vor einem härteren Wettbewerb aus China auszugleichen.

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