Die Österreichischen Bundesforste treiben den Ausbau frei zugänglicher Badeplätze an Seen und den Umbau ihrer Wälder voran. Während Immobilien und Energieerzeugung weiterhin zu den wichtigsten Gewinnbringern zählen, investieren die Bundesforste zugleich in Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels und in mehr öffentlichen Zugang zu Gewässern.
Nach Angaben der Unternehmensleitung verlief das vergangene Jahr für den größten Waldbesitzer des Landes trotz des 2025 registrierten achtwärmsten Jahres seit Beginn der Messungen vergleichsweise glimpflich. Entscheidend seien ausreichender Regen und weniger Wetterextreme gewesen, hieß es bei der Bilanzpräsentation von Vorständen der Bundesforste. Dadurch seien die Schäden in den Wäldern geringer ausgefallen als im Jahr davor.
Für die Bundesforste ist der Umbau der Wälder eine wirtschaftliche und ökologische Daueraufgabe. Hitze, Trockenheit und Starkniederschläge beeinflussen die Stabilität der Bestände ebenso wie die künftigen Erträge aus der Holzproduktion. Das Unternehmen setzt deshalb auf klimafittere Wälder, also auf Baumarten und Bestände, die mit höheren Temperaturen und längeren Trockenperioden besser zurechtkommen sollen.
Parallel dazu wird der Zugang zu Seen weiter geöffnet. In Österreich liegt der Uferbereich vieler Gewässer in privater Hand, öffentliche Badeplätze sind daher begehrt. Die Bundesforste bauen nach eigenen Angaben ihre kostenlos zugänglichen Seezugänge aus und erweitern damit Flächen, die ohne Eintritt genutzt werden können. Das ist auch aus wirtschaftlicher Sicht relevant, weil die Nutzung von Wasser- und Uferflächen zunehmend stärker zwischen Erholung, Naturschutz und Verwertung ausbalanciert werden muss.
Die Bundesforste bewirtschaften große Teile der österreichischen Wälder und Seen und erzielen ihre Erträge aus mehreren Geschäftsbereichen. Neben der Forstwirtschaft tragen Immobilien und Energieerzeugung wesentlich zum Ergebnis bei. Gerade diese Erträge verschaffen dem Unternehmen Spielraum für Investitionen in den Umbau der Wälder und in Infrastruktur, die stärker auf öffentliche Nutzung ausgerichtet ist.
Der Kurs passt zu einem breiteren Trend: Der Klimawandel zwingt große Grund- und Waldbesitzer dazu, ihre Bewirtschaftung neu auszurichten. Für die Bundesforste bedeutet das einerseits mehr Aufwand für Pflege, Verjüngung und Schutz der Wälder, andererseits aber auch die Chance, Flächen und Angebote zu entwickeln, die wirtschaftlich tragfähig bleiben und zugleich stärker von der Allgemeinheit genutzt werden können.









