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Bitcoin als Beimischung: Was Anleger beim langfristigen Vermögensaufbau beachten sollten

Redaktionelle Szene zum Thema „Bitcoin als Beimischung: Was Anleger beim langfristigen Vermögensaufbau beachten sollten“

Bitcoin wird von Vermögensexperten zunehmend nicht mehr nur als Spekulationsobjekt gesehen, sondern als mögliche Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Beim langfristigen Vermögensaufbau kann die Kryptowährung vor allem dann eine Rolle spielen, wenn Anleger die Risiken kennen und den Anteil klein halten.

Der Grundgedanke ähnelt jenem bei Gold: Beide Anlageklassen gelten vielen Investoren als Ergänzung zu Aktien, Anleihen und Cash, nicht als Ersatz dafür. Gold wird seit Jahrhunderten als Wertspeicher und Krisenabsicherung genutzt. Bitcoin ist deutlich jünger, hat sich aber in den vergangenen Jahren als digitaler Vermögenswert etabliert, der unabhängig von klassischen Geldsystemen gehandelt wird.

Hohe Schwankungen bleiben das zentrale Risiko

Für die private Vorsorge ist vor allem die Volatilität entscheidend. Bitcoin kann in kurzer Zeit stark zulegen, aber auch massiv fallen. Gerade deshalb sehen viele Finanzberater die Kryptowährung nur als kleinen Baustein im Gesamtvermögen. Wer auf langfristigen Vermögensaufbau setzt, sollte nicht darauf angewiesen sein, dass Bitcoin einen bestimmten Kurs erreicht, um die eigene Vorsorge zu sichern.

Bei Gold wird in der Praxis oft ein Anteil von fünf bis zehn Prozent des Gesamtvermögens empfohlen. Für Bitcoin gibt es keinen vergleichbaren Standard. Dass überhaupt über eine Beimischung gesprochen wird, hängt vor allem mit der Entwicklung der vergangenen Jahre zusammen: Institutionelle Investoren, börsennotierte Fonds und zunehmend regulierte Handelsplätze haben der Anlageklasse mehr Legitimität verschafft. Gleichzeitig bleibt sie deutlich spekulativer als klassische Vorsorgeprodukte.

Was für und gegen Bitcoin im Depot spricht

Als Argument für Bitcoin nennen Befürworter die geringe Korrelation zu traditionellen Märkten in bestimmten Marktphasen. Das kann die Streuung eines Portfolios verbessern. Hinzu kommt die begrenzte Menge an Bitcoin, die technisch auf 21 Millionen Einheiten gedeckelt ist. Kritiker verweisen dagegen auf die extremen Kursschwankungen, die Abhängigkeit von Marktstimmung und die fehlende Ertragskomponente wie Zinsen oder Dividenden.

Für Anleger mit langem Anlagehorizont gilt daher: Bitcoin kann eine Beimischung sein, wenn das übrige Vermögen solide aufgestellt ist und der Einsatz verkraftbar bleibt. Wer sein Geld für Altersvorsorge oder Vermögensaufbau anlegt, sollte die Kryptowährung nicht mit einem sicheren Wertaufbewahrungsmittel verwechseln. Als Ergänzung zu einem breit diversifizierten Depot kann sie sinnvoll sein. Als tragende Säule der Vorsorge ist sie es nicht.

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