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Bergrettung verzeichnet seit Mai 30 Tote und fast dreimal so viele Einsätze

Redaktionelle Szene zum Thema „Bergrettung verzeichnet seit Mai 30 Tote und fast dreimal so viele Einsätze“

Auf Österreichs Bergen hat die Bergrettung seit Anfang Mai 30 Todesopfer gezählt. Gleichzeitig rückten die Einsatzkräfte fast dreimal so oft aus wie noch vor 20 Jahren. Viele dieser Einsätze wären vermeidbar, heißt es aus dem Umfeld der Bergrettung.

Der Anstieg zeigt sich mitten in der Sommersaison, in der besonders viele Menschen auf Wanderwegen, Klettersteigen und Gipfeln unterwegs sind. Das Risiko bleibt dabei nicht auf Alpinunfälle beschränkt: Schon ein falscher Tritt kann schwere Folgen haben, wie der Sturz eines vierjährigen Mädchens am Ötscher zeigt.

Das Kind war vergangene Woche gemeinsam mit seinen Eltern und zwei Geschwistern unterwegs. Auf einem Holzsteg lehnte sich die Vierjährige gegen die talseitig montierten Stahlseile, rutschte mit dem Fuß über die Kante und stürzte rund zehn Meter ab. Sie kam erst in einem Bachbett zum Liegen.

Die Kleine wurde dabei nur leicht verletzt. Der Vorfall steht exemplarisch für ein Problem, das die Bergrettung seit Jahren beobachtet: Viele Unfälle entstehen nicht nur durch extremes Gelände oder schlechtes Wetter, sondern durch Unachtsamkeit, Selbstüberschätzung oder unzureichende Ausrüstung.

Mit den steigenden Einsatzzahlen wächst auch die Belastung für die Bergretter. Während die Unfallzahlen hoch bleiben, häufen sich zugleich die Todesfälle. Die Bilanz seit Mai verdeutlicht, wie ernst die Lage auf den Bergen derzeit ist.

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