Die rund 250.000 von der Bau- und Holzgewerkschaft (GBH) vertretenen Beschäftigten bekommen in der Frühjahrslohnrunde 2026 durchschnittlich 3,5 Prozent mehr Lohn. Die Verhandlungen seien trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abgeschlossen worden, teilte die Arbeitnehmervertretung am Freitag mit.
Mit dem Abschluss steht fest, dass die Einkommen der Bauarbeiter im kommenden Kollektivvertragsjahr spürbar steigen. Für die Beschäftigten ist das vor allem in einer Phase relevant, in der die Branche weiter unter dem Druck schwacher Konjunktur, hoher Kosten und verhaltener Bautätigkeit steht.
Wichtiger Abschluss für eine große Beschäftigtengruppe
Die Bau- und Holzgewerkschaft vertritt nach eigenen Angaben rund 250.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der nun vereinbarte Durchschnittswert von 3,5 Prozent gilt für die Frühjahrslohnrunde 2026 und betrifft damit einen der größten kollektivvertraglichen Bereiche im Land.
Nach Angaben der Arbeitnehmervertretung wurde die Einigung trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage erzielt. Gerade im Baugewerbe hatten zuletzt steigende Finanzierungskosten und die schwächere Investitionsbereitschaft auf Auftragslage und Beschäftigung gedrückt. Vor diesem Hintergrund hat der Abschluss auch Signalwirkung für andere Lohnverhandlungen in der Industrie und im gewerblichen Bereich.
Wie hoch die tatsächliche Erhöhung im Einzelfall ausfällt, kann je nach Einstufung und Tätigkeit unterschiedlich sein. Entscheidend ist nun, wie die neue Vereinbarung in den Betrieben umgesetzt wird. Für die Branche bedeutet der Abschluss jedenfalls Planungssicherheit für die kommenden Monate.









