Mirra Andrejewa und Maja Chwalinska bestreiten das Endspiel der French Open in Paris. Die 19-jährige Andrejewa setzte sich im Halbfinale gegen die Ukrainerin Marta Kostjuk klar mit 6:1, 6:3 durch und erreichte damit erstmals ein Grand-Slam-Finale. Chwalinska qualifizierte sich im zweiten Semifinale mit einem 7:6, 6:4 gegen Diana Schnaider für ihr erstes Endspiel bei einem Major-Turnier.
Andrejewa bestätigte damit ihre starke Form auf Sand. Die an Nummer acht gesetzte Russin brauchte für ihren Sieg gegen Kostjuk nur rund eine Stunde und ließ ihrer Gegnerin kaum Luft zum Atmen. Kostjuk, die in Paris ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale bestritt, fand vor allem im ersten Satz kaum ins Spiel und leistete sich insgesamt 34 unerzwungene Fehler. Auch der Wind und später das geschlossene Dach erschwerten die Bedingungen.
Nach dem Match verzichtete Kostjuk am Netz auf den Handschlag mit Andrejewa. Ukrainische Spielerinnen setzen mit diesem Ritual seit Beginn des russischen Angriffskriegs ein sichtbares Zeichen des Protests. Kostjuk hatte nach ihrem Auftakt in Paris zudem öffentlich gemacht, dass ein Gebäude in der Nähe ihres Elternhauses durch eine Rakete zerstört worden sei.
Für Andrejewa ist das Finale der bislang größte Schritt ihrer noch jungen Karriere. Die von der früheren spanischen Topspielerin Conchita Martínez trainierte Russin gilt nach ihrem Auftritt im Halbfinale als Favoritin auf den Titel. Chwalinska geht als Qualifikantin in ihr erstes Grand-Slam-Endspiel und zählt damit zu den Überraschungen des Turniers.
Das Finale der beiden Neulinge bringt damit eine ungewöhnliche Paarung auf die große Bühne von Roland Garros: eine aufstrebende Topgesetzte aus Russland gegen eine Qualifikantin aus Polen, die sich in Paris überraschend bis ins Endspiel gespielt hat.









