Der steirische Soziallandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ) stellt sich mit einer Botschaft gegen den Pride Month und unterstützt stattdessen den sogenannten „Stolzmonat“. Auf den sozialen Medien schrieb er: „Es gibt nur zwei Geschlechter.“ Zugleich positionierte sich Amesbauer gegen „queere“ Veranstaltungen.
Der Hashtag #stolzmonat wird vor allem im rechten und rechtspopulistischen Online-Umfeld als Gegenbewegung zum Pride Month verwendet, der im Juni weltweit an die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und queeren Menschen erinnert. Befürworter des Pride Month verweisen dabei auf Sichtbarkeit und Gleichstellung, Kritiker sehen darin eine politische Symbolik, die sie ablehnen.
Amesbauers Wortwahl fällt in eine Phase, in der Diskussionen über Geschlechteridentität und queere Sichtbarkeit auch politisch zunehmend aufgeladen geführt werden. Die Aussage, es gebe nur zwei Geschlechter, blendet die Vielfalt der Geschlechtsidentitäten aus, die in medizinischen und gesellschaftlichen Debatten seit Jahren Thema sind. In der Politik sorgt das regelmäßig für Konflikte zwischen FPÖ und anderen Parteien, die auf Antidiskriminierung und Gleichbehandlung verweisen.
Der steirische Landesrat ist in der FPÖ für Sozialthemen zuständig und gehört damit zu den sichtbarsten Freiheitlichen in der Landesregierung. Seine öffentliche Unterstützung des „Stolzmonats“ fügt sich in die Linie jener Partei, die sich wiederholt kritisch zu Pride-Paraden, Regenbogen-Symbolik und queeren Initiativen geäußert hat.
Der Pride Month wird in vielen Städten mit Paraden, Veranstaltungen und Kampagnen begleitet. In Österreich finden solche Aktionen auch heuer wieder in mehreren Bundesländern statt. Die Debatte darüber, wie Politik und Verwaltung damit umgehen, bleibt damit ein Konfliktpunkt zwischen konservativ-freiheitlichen und liberalen Positionen.









