Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Abschied von einer Volksschule in Salzburg: Schwarzstraße schließt nach sieben Jahren Protest

Redaktionelle Szene zum Thema „Abschied von einer Volksschule in Salzburg: Schwarzstraße schließt nach sieben Jahren Protest“

In der Volksschule in der Schwarzstraße in der Stadt Salzburg laufen die letzten Tage vor der Schließung. Beim Sommerfest kamen Eltern, Lehrer und Direktor noch einmal zusammen, bevor die Schule in zwei Wochen endgültig ihre Tore schließt. Sieben Jahre lang hatten sie vergeblich gegen das Aus der beliebten Volksschule gekämpft.

Der Abschied fällt vielen in der Schulgemeinschaft schwer. Die Volksschule galt über Jahre als fixer Bestandteil des Grätzls und als Einrichtung, für die sich Eltern, Lehrkräfte und Schulleitung mit Nachdruck eingesetzt hatten. Mit dem Sommerfest wurde nun ein letzter gemeinsamer Rahmen geschaffen, bevor sich die Wege trennen.

Besonders sichtbar wurde der Schulschluss durch einen eigens kreierten Schul-Rap, der beim Fest aufgeführt wurde. Damit setzte die Gemeinschaft noch einmal ein bewusstes Zeichen, ehe der Betrieb in der Schwarzstraße endet.

Die Schließung reiht sich in eine Entwicklung ein, die für viele Standorte in Städten typisch ist: Sinkende Kinderzahlen, räumliche Neuordnungen und bildungspolitische Entscheidungen führen dazu, dass kleinere Volksschulen unter Druck geraten. Für die betroffene Schulgemeinschaft bedeutet das nicht nur den Verlust eines Lernorts, sondern auch eines sozialen Treffpunkts im unmittelbaren Wohnumfeld.

Für viele Familien in Salzburg ist damit ein vertrauter Ort Geschichte. Was bleibt, sind Erinnerungen an Jahre des Einsatzes und an einen letzten gemeinsamen Abend, der den Abschied wenigstens noch einmal sichtbar gemacht hat.

Diesen Artikel teilen