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Marianne Mendt eröffnet das Popfest am Karlsplatz

Redaktionelle Szene zum Thema „Marianne Mendt eröffnet das Popfest am Karlsplatz“

Marianne Mendt hat am Donnerstagabend das Popfest am Wiener Karlsplatz eröffnet. Die 80-Jährige gilt mit ihrem 1970 erschienenen Lied „Wie a Glock’n“ als eine der Wegbereiterinnen des Austropop und stand damit zu Beginn eines Festivals, das heuer stark von der Dialektmusik geprägt ist.

Das Publikum am Karlsplatz wirkte zum Auftakt deutlich älter als in vielen Vorjahren. Mendt traf damit auf ein Festival, das sich mit seiner Eröffnung bewusst auf die Wurzeln der österreichischen Popmusik bezieht. Die Sängerin hatte den Austropop mitentwickelt, noch bevor sich der Begriff überhaupt als Sammelbezeichnung für eine ganze Szene durchsetzte.

Im Anschluss trat Anna Buchegger auf, die jüngere Generation der Dialektmusik. Die aus Salzburg stammende Sängerin verbindet Volksmusik, Pop und Mundart zu einem Stil, der den Austropop aus heutiger Sicht weiterdenkt. Ihr Auftritt setzte damit einen Kontrast zur Eröffnung: hier die prägende Figur der vergangenen Jahrzehnte, dort eine Künstlerin, die mit jodelnden und dialektalen Elementen neue Wege sucht.

Das Popfest zählt zu den fixen Größen im Wiener Kulturkalender und versteht sich seit Jahren als Bühne für österreichische Popmusik in ihren unterschiedlichen Ausprägungen. Die Eröffnung mit Mendt und Buchegger stellte diese Linie programmatisch heraus: Tradition und Gegenwart der heimischen Musikszene standen an einem Abend nebeneinander auf der Bühne.

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