Österreich ist bei den 83. Filmfestspielen von Venedig mit Manuel Wetschers Langfilmdebüt Eklipse vertreten. Das Werk des Tiroler Regisseurs wurde in die Sektion Orizzonti aufgenommen, die vom 2. bis 12. September am Lido gezeigt wird.
Festivaldirektor Alberto Barbera stellte das Programm am Donnerstag vor. Insgesamt gehen 20 Filme im Wettbewerb um den Goldenen Löwen ins Rennen, dazu kommen Beiträge in den weiteren Sektionen des traditionsreichen Festivals. Venedig gilt als einer der wichtigsten Startpunkte der internationalen Filmpremierensaison und zieht jedes Jahr zahlreiche Stars und Branchenvertreter an.
Eklipse ist Wetschers erster Langfilm. Der in Tirol verortete Debütfilm spielt Ende der 1990er-Jahre: Chris und Tomy verbringen Tage auf einer Alm, während Tomys Vater an einer mysteriösen Krankheit leidet. Mit der Einladung nach Orizzonti erhält der Film eine Bühne in einer Sektion, die in Venedig regelmäßig Arbeiten neuer Regiestimmen und formale Handschriften zeigt.
Für das österreichische Kino ist die Auswahl auch deshalb bemerkenswert, weil Venedig im internationalen Festivalherbst häufig als Gradmesser für spätere Auswertungen gilt. Produktionen, die dort erstmals präsentiert werden, bekommen oft zusätzliche Aufmerksamkeit von Verleihern, Festivalkuratoren und weiteren Festivals. Für einen Debütfilm kann der Auftritt am Lido damit ein frühes Signal über die internationale Wahrnehmung sein.
Zu den heurigen Beiträgen im Hauptwettbewerb zählen Werke aus unterschiedlichen Kinokulturen, darunter erneut mehrere renommierte Regisseure. Der Wettbewerb um den Goldenen Löwen endet am 12. September mit der Preisvergabe. Für Österreich steht bis dahin vor allem der Auftritt von Eklipse im Mittelpunkt.









