Die seit 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung auf bestimmte Lebensmittel hat laut zwei Arbeiterkammern bereits zu deutlich niedrigeren Preisen geführt. Die Kammern verglichen aktuelle Regalpreise mit jenen aus den Vormonaten und kamen dabei auf einen spürbaren Rückgang bei ausgewählten Produkten.
Im Mittelpunkt der Auswertung stehen Lebensmittel, für die der Steuersatz gesenkt wurde. Die AKs wollten damit überprüfen, ob die Entlastung bei den Konsumenten tatsächlich ankommt. Nach dem Preisvergleich zeigt sich demnach, dass Händler die Senkung zumindest bei mehreren Artikeln an die Kundinnen und Kunden weitergegeben haben.
Entlastung bleibt von Produkt zu Produkt unterschiedlich
Wie stark die Preise fallen, hängt allerdings vom jeweiligen Produkt und vom Verkaufsort ab. Im Lebensmittelhandel schwanken Preise bekanntlich je nach Marke, Packungsgröße und Geschäftskette. Eine allgemeine Entspannung an der Kassa lässt sich daraus daher nicht automatisch ableiten. Für Haushalte mit knappem Budget kann aber schon ein moderater Rückgang bei Grundnahrungsmitteln einen Unterschied machen.
Die Senkung der Mehrwertsteuer gilt seit Monatsbeginn und ist damit noch jung. Gerade deshalb gilt die Entwicklung in den nächsten Wochen als aufschlussreich: Erst wenn sich Preise über einen längeren Zeitraum stabil unter dem früheren Niveau bewegen, lässt sich beurteilen, wie weit die steuerliche Entlastung tatsächlich im Handel ankommt.
Die AKs verweisen mit ihrem Vergleich auch auf die anhaltend hohe Sensibilität beim Thema Lebensmittelpreise. Nach mehreren Jahren mit teils kräftigen Teuerungsschüben bleibt der Druck auf Haushalte hoch, während der Handel unter Beobachtung steht, ob Entlastungen weitergegeben oder teilweise in den Margen abgefangen werden.









