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Mehr Geld im Alter: Wie sich die Pension gezielt aufbessern lässt

Redaktionelle Szene zum Thema „Mehr Geld im Alter: Wie sich die Pension gezielt aufbessern lässt“

Wer im Alter finanziell besser dastehen will, muss meist früher handeln: Die gesetzliche Pension allein reicht vielen Haushalten nicht mehr für den gewohnten Lebensstandard. Vor allem angesichts steigender Lebenserwartung, anhaltender Unsicherheit über künftige Pensionsanpassungen und der Debatte über ein höheres Antrittsalter rückt die private Vorsorge stärker in den Fokus.

Besonders wirksam ist nach Ansicht von Finanzexperten der frühe Einstieg in den Vermögensaufbau. Wer Jahrzehnte statt nur wenige Jahre spart, kann mit vergleichsweise kleinen Beträgen ein deutlich größeres Polster aufbauen. Der Zinseszinseffekt spielt dabei eine zentrale Rolle: Er wirkt umso stärker, je länger Geld investiert bleibt.

Früh anfangen, breit streuen

Für die private Altersvorsorge gilt dabei derselbe Grundsatz wie für andere langfristige Geldanlagen: Regelmäßigkeit ist wichtiger als der perfekte Zeitpunkt. Monatliche Einzahlungen in Fonds, ETFs oder klassische Vorsorgeprodukte können helfen, das Risiko zu verteilen und Rückschläge an den Märkten abzufedern. Wer nur auf Sparbücher setzt, verliert dagegen durch Inflation langfristig oft an Kaufkraft.

Auch betriebliche Vorsorgemodelle können die spätere Pension ergänzen. In Österreich spielen dabei Pensionskassen und steuerlich begünstigte Vorsorgeformen eine Rolle. Für Beschäftigte hängt viel davon ab, ob der Arbeitgeber entsprechende Modelle anbietet und wie stark diese genutzt werden. Gerade bei längeren Erwerbsbiografien kann sich das zusätzlich auszahlen.

Arbeitsjahre verlängern, Ansprüche sichern

Neben zusätzlicher Vorsorge erhöht auch ein längeres Erwerbsleben die spätere Pension. Wer länger arbeitet, sammelt weitere Beitragszeiten und verbessert damit meist die eigene Leistungshöhe. Für viele ist das allerdings nur dann realistisch, wenn Gesundheit und Arbeitsmarkt mitspielen. Besonders bei körperlich belastenden Berufen stößt diese Option schnell an Grenzen.

Wichtig ist deshalb, rechtzeitig die eigene Pensionssituation zu prüfen. Wer seine Versicherungszeiten kennt, mögliche Lücken schließt und die voraussichtliche Pensionshöhe grob einschätzt, kann besser planen. In Österreich sind dafür unter anderem Auskünfte der Sozialversicherung hilfreich. Sie zeigen, wie sich bisherige Beitragszeiten und künftige Einzahlungen auf die spätere Leistung auswirken.

Ein realistischer Blick auf den Ruhestand

Der Bedarf ist dabei von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich. Wer eine eigene Immobilie hat oder im Ruhestand mit geringeren Fixkosten rechnet, braucht weniger Zusatzkapital als Mieterinnen und Mieter mit höheren laufenden Ausgaben. Auch Gesundheitskosten und mögliche Pflegeausgaben sollten in die Planung einfließen.

Für viele wird die Zusatzvorsorge damit zu einem Fixpunkt der persönlichen Finanzplanung. Entscheidend ist nicht, möglichst viel auf einmal zurückzulegen, sondern früh mit einem tragfähigen Plan zu beginnen. Je später der Start, desto höher muss der monatliche Aufwand sein, um im Alter spürbar mehr zur Verfügung zu haben.

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