Nach dem missglückten Testflug der Starship-Rakete steht SpaceX an den Finanzmärkten weiter unter Druck. Während viele Anleger auf Verluste sitzen, haben jene, die auf einen Kursrückgang gesetzt haben, zuletzt deutlich profitiert. Der Hype rund um einen möglichen SpaceX-Börsenstart ist damit vorerst abgeklungen.
Auslöser der jüngsten Bewegung ist der Fehlstart der Starship-Mission, der die Stimmung rund um den von Elon Musk geführten Raumfahrtkonzern belastet hat. SpaceX ist zwar nicht börsennotiert, der Wert des Unternehmens wird aber regelmäßig über private Handelsplätze und Fondsanteile abgebildet. Genau dort kamen zuletzt stärkere Abschläge zustande.
SpaceX gilt seit Jahren als eines der wertvollsten privaten Unternehmen der Welt. Die Firma wird von Investoren wegen ihres Geschäfts mit Raketenstarts, Satelliteninternet über Starlink und der langfristigen Mars-Pläne hoch bewertet. Gerade bei nicht börsennotierten Tech-Konzernen reagieren die Bewertungen jedoch besonders empfindlich auf Rückschläge bei der Raketenentwicklung.
Der Starship-Komplex ist für SpaceX zentral. Das System soll eines Tages große Lasten transportieren und auch künftige Missionen ins All ermöglichen. Jeder Fehlschlag hat daher nicht nur technische, sondern auch finanzielle Folgen: Er kann die Erwartungen an Tempo und Verlässlichkeit des Programms dämpfen und auf die Bewertung des Unternehmens durchschlagen.
Für Investoren zeigt der jüngste Kursrutsch vor allem eines: Auch bei einem Unternehmen mit Kultstatus und hoher Medienaufmerksamkeit sind Milliardenbewertungen nicht gegen Rückschläge geschützt. Wer in den vergangenen Wochen auf fallende SpaceX-Werte gesetzt hatte, konnte diese Bewegung nun für sich nutzen. Für langjährige Anteilseigner fällt die Bilanz dagegen vorerst ernüchternder aus.









