Louai Abdul Fattah ist vor dem Krieg in Syrien nach Österreich geflohen und hat sich hier seinen beruflichen Traum erfüllt: Er führt ein eigenes Fotogeschäft. Der Unternehmer wollte, wie schon sein Vater einst in Damaskus, mit Fotografie sein Geld verdienen – heute betreibt er das Geschäft in Österreich.
Abdul Fattah erzählt, dass er bei der Idee zunächst nur gedacht habe: „Boah, so ein Geschäft.“ Aus dem Wunsch ist inzwischen ein laufender Betrieb geworden. Bei dem Termin, den er kurzfristig verschwitzt hatte, herrschte im Geschäft ohnehin Betrieb; während des Gesprächs kamen immer wieder Kundinnen und Kunden vorbei.
Ein Geschäft als Neuanfang
Der Weg vom Geflüchteten zum Unternehmer ist für Abdul Fattah auch ein Beispiel dafür, wie sich in Österreich aus einer schwierigen Lebenssituation eine wirtschaftliche Existenz aufbauen lässt. Das Fotogeschäft steht dabei nicht nur für persönliche Selbstständigkeit, sondern auch für gelungene Integration durch Arbeit und unternehmerisches Risiko.
Dass er den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat, hängt nach seinen Angaben auch mit der familiären Vorgeschichte zusammen. Die Fotografie war schon in Damaskus Teil seines Lebens, bevor er flüchten musste. In Österreich hat er diese Idee wieder aufgegriffen und in ein eigenes Geschäft überführt.
Für viele Geflüchtete bleibt der Zugang zum Arbeitsmarkt eine Herausforderung. Abdul Fattahs Beispiel zeigt, dass Unternehmertum für manche auch ein Weg sein kann, sich beruflich neu zu verankern. Sein Fotogeschäft ist damit nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein kleines Wirtschaftsporträt über Ankommen, Eigeninitiative und den Aufbau einer neuen Existenz.









