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Straße von Hormus: Streit zwischen USA und Iran treibt Kosten und Risiken im Welthandel

Redaktionelle Szene zum Thema „Straße von Hormus: Streit zwischen USA und Iran treibt Kosten und Risiken im Welthandel“

Die Straße von Hormus bleibt für den Welthandel ein Engpass mit Folgen für Preise, Lieferketten und Investitionen. Durch die Meerenge zwischen Iran und Oman läuft ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Erdgasexporte; jede Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran schlägt daher direkt auf die Energiemärkte und die Transportkosten durch.

Nach den jüngsten Spannungen ist der Ölpreis wieder gestiegen. Marktteilnehmer reagieren auf das Risiko, dass die Schifffahrt in der Region behindert wird oder sich Reedereien und Versicherer auf höhere Gefahrenprämien einstellen müssen. Schon geringe Unsicherheiten reichen aus, um Frachtraten und Absicherungskosten nach oben zu treiben.

Die Bedeutung der Passage ist enorm: Nach Angaben der Internationalen Energieagentur passieren täglich rund 20 Millionen Barrel Öl und Ölprodukte die Straße von Hormus, das entspricht grob einem Fünftel des globalen Verbrauchs. Auch für verflüssigtes Erdgas ist die Route zentral, vor allem für Lieferungen aus Katar. Wenn dort etwas stockt, wirkt sich das rasch auf Energiemärkte in Europa und Asien aus.

Für die Wirtschaft geht es dabei nicht nur um Rohöl. In der Golfregion hängen zahlreiche Projekte der Öl- und Gasindustrie von regelmäßigen Lieferungen ab. Werden Bauteile oder Spezialgeräte verzögert geliefert, geraten Investitionen ins Wanken oder verschieben sich. Unternehmen weichen dann auf Landrouten aus, doch diese Alternativen sind langsamer und teurer.

Die Folgen treffen auch die Schifffahrt selbst. Wenn Reedereien längere Umwege einplanen oder Sicherheitszuschläge verrechnen, steigen die Kosten entlang der gesamten Lieferkette. Das kann sich über Transport, Lagerhaltung und Energiepreise bis zu Konsumenten und Industriebetrieben durchziehen.

Die Straße von Hormus ist damit mehr als ein geopolitischer Brennpunkt. Sie ist ein wirtschaftliches Nadelöhr, dessen Stabilität über Versorgungssicherheit und Preisniveau weit über den Golfraum hinaus mitentscheidet.

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