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Inflation bei 3,2 Prozent: Flugtickets treiben Dienstleistungspreise weiter nach oben

Redaktionelle Szene zum Thema „Inflation bei 3,2 Prozent: Flugtickets treiben Dienstleistungspreise weiter nach oben“

Die Inflation in Österreich ist im Juni auf 3,2 Prozent zurückgegangen, bleibt damit aber deutlich über dem Zielwert der EZB. Vor allem Dienstleistungen hielten die Teuerung hoch. Besonders stark zogen erneut die Preise für Flugreisen an, die für viele Haushalte in der Ferienzeit spürbar teurer werden.

Nach Angaben der Statistik Austria lag die Teuerungsrate im Mai noch bei 3,7 Prozent. Der Rückgang erklärt sich vor allem durch günstigere Treibstoffe und Heizöl. Auch Nahrungsmittel verteuerten sich weniger stark als zuletzt. Die Entwicklung bei den Energiepreisen wirkte damit dämpfend auf die Gesamtinflation.

Anders stellte sich die Lage bei den Dienstleistungen dar. Sie blieben im Juni der wichtigste Preistreiber. Innerhalb dieser Kategorie stachen die Flugtickets besonders hervor: Wer in den vergangenen Wochen reisen wollte, musste für Tickets teils deutlich tiefer in die Tasche greifen. Dass Flugreisen gerade im Sommer die Teuerung zusätzlich anheizen, fällt auch deshalb ins Gewicht, weil die Nachfrage in der Hauptreisezeit traditionell hoch ist.

Der Preisdruck bei Flugreisen ist nicht auf Österreich beschränkt. Auch in Deutschland sind die Flugticketpreise zuletzt stark gestiegen. Für Konsumenten bedeutet das: Selbst wenn einzelne Energiekomponenten wieder billiger werden, bleibt die Inflation im Alltag spürbar, sobald Dienstleistungen und Reisen teurer werden.

Die aktuelle Entwicklung zeigt damit ein vertrautes Muster: Sinkende Energiepreise können die Gesamtteuerung kurzfristig bremsen, doch robuste Dienstleistungspreise verhindern ein rasches Nachlassen der Inflation. Für die Geldpolitik bleibt das heikel, weil gerade diese Bereiche oft hartnäckiger auf hohem Niveau verharren als Güterpreise.

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