Rapid steht vor dem Play-off-Rückspiel gegen Ried am Pfingstmontag ab 17 Uhr unter massivem Druck. Nach dem 1:2 im Hinspiel braucht der Wiener Fußballklub eine Wende, um den Absturz in einer Saison mit dem teuersten Kader der Vereinsgeschichte noch zu verhindern.
Die Niederlage in Ried fügte sich aus Rapid-Sicht in ein bekanntes Muster. Wie schon beim 0:3 im Cup im Jänner bekam die Mannschaft die Rieder Standardsituationen nicht in den Griff, beide Gegentore fielen nach ruhenden Bällen. Damit setzte sich eine Entwicklung fort, die für Rapid besonders heikel ist: Bis Anfang April war der Club noch das einzige Team der Liga ohne Gegentreffer nach Eckbällen, seither kassierte die Mannschaft in neun Partien zehn Gegentore nach ruhenden Bällen.
Defensive Schwächen und offener Kaderumbau
Gerade gegen Ried trifft Rapid auf einen Gegner, der bei Standards zu den stärksten Mannschaften zählt. Mit dem 2,02 Meter großen Innenverteidiger Nikki Havenaar verfügt der Innviertler Club über einen klaren Vorteil in der Luft. Dass beide Treffer im Hinspiel nach Standards fielen, war daher kein Zufall, sondern Ausdruck eines Problems, das Rapid seit Wochen begleitet.
Auch personell ist die Lage vor dem Rückspiel angespannt, zugleich könnte sich der Kader punktuell wieder füllen. Nicolas Cvetkovic (Wade) und Bendegúz Bolla (Krankheit) könnten im 50. Saisonspiel in den Kader zurückkehren. Zudem hofft Mario Grgic trotz seiner Leistenschmerzen auf einen letzten Einsatz vor seinem Abschied nach drei Jahren. Auch für Leihspieler Oliver Weimann dürfte sich das Kapitel Rapid dem Ende zuneigen.
Abseits des unmittelbaren Kampfes um das Europacup-Ticket ist die Perspektive in Hütteldorf offen. Mit zwei Zugängen ist bereits fix geplant, zugleich wirft die Saison viele Fragen auf. Nach einer Spielzeit mit großen Investitionen und enttäuschenden Ergebnissen steht Rapid vor einem Sommer, in dem sportliche und personelle Entscheidungen anstehen.
Das Rückspiel gegen Ried ist damit mehr als nur ein weiteres Play-off-Spiel. Für Rapid geht es um einen europäischen Startplatz, aber auch um die Frage, wie die Mannschaft nach einer Saison mit erheblichen Rückschlägen neu aufgestellt werden kann.









