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Tiroler Bürgermeister wehren sich gegen drohende Schließung von ÖGK-Servicestellen

Redaktionelle Szene zum Thema „Tiroler Bürgermeister wehren sich gegen drohende Schließung von ÖGK-Servicestellen“

In Tirol regt sich Widerstand gegen die offenbar geplante Schließung mehrerer ÖGK-Servicestellen. Betroffen sind nach den vorliegenden Angaben die Standorte in Kufstein, Telfs, Imst und Zell am Ziller. Bürgermeister aus den betroffenen Gemeinden stellen sich geschlossen gegen die Pläne und warnen vor Folgen für die Versorgung der Versicherten.

Besonders in ländlichen Regionen gilt der persönliche Kontakt zur Gesundheitskasse als wichtig. Für viele Menschen wären längere Wege die Folge, wenn Beratung, Anträge oder Auskünfte nicht mehr vor Ort erledigt werden können. In den betroffenen Gemeinden sehen die Bürgermeister darin einen Rückschritt bei der Erreichbarkeit öffentlicher خدمات, zumal die Standorte nicht nur für die jeweilige Stadt oder Gemeinde, sondern auch für das Umland zuständig sind.

Nach den vorliegenden Informationen würde eine Schließung 27 Köpfe treffen. Gemeint sind damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze von der Maßnahme betroffen wären. Unter den politischen Vertretern in Tirol herrscht in dieser Frage ungewöhnlich breite Einigkeit. Die Reaktionen reichen von scharfer Kritik bis zur Forderung, die Pläne überhaupt zurückzunehmen.

Widerstand quer durch die Gemeinden

Der Protest kommt nicht nur aus einer Partei oder einer einzelnen Region. Die betroffenen Bürgermeister machen geltend, dass die Servicestellen für den direkten Zugang zur ÖGK wesentlich seien und ihre Auflösung keinen sachlichen Gewinn bringe. Aus ihrer Sicht würde die Belastung auf die Versicherten abgewälzt, während die Einsparung für die Organisation selbst kaum nachvollziehbar sei.

Die Debatte ist auch politisch heikel, weil sie über Tirol hinaus Signalwirkung hat. Sollte die ÖGK tatsächlich Standorte in mehreren Bezirken zusammenstreichen, wäre das ein weiteres Beispiel für den Rückzug persönlicher Serviceangebote aus der Fläche. Gerade in einem Bundesland mit langen Wegen zwischen den Orten ist das Thema sensibel.

Wie weit die Pläne bereits gediehen sind, blieb zunächst offen. Klar ist aber: Die kommunalen Vertreter wollen die Schließungen nicht einfach hinnehmen. Sie machen Druck, damit die Servicestellen in Kufstein, Telfs, Imst und Zell am Ziller erhalten bleiben.

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