Das geplante Windparkprojekt auf der Compedal Hochalm in Assling im Osttiroler Pustertal kommt nicht zustande. Messungen haben nach Angaben aus dem Umfeld des Vorhabens gezeigt, dass das Windkraftpotenzial auf der Hochalm zu gering ist, um die Anlage wirtschaftlich und technisch sinnvoll zu betreiben.
Betroffen ist damit ein Projekt, das in der Region seit Längerem diskutiert worden war. Für die Befürworter war die Hochalm als möglicher Standort für Windräder im Gespräch, für Gegner war das Vorhaben wegen der Eingriffe in die sensible Berglandschaft von Beginn an umstritten. Mit dem negativen Messergebnis ist das Vorhaben vorerst beendet.
Standort galt als schwierig
Windkraftprojekte im alpinen Raum stehen regelmäßig vor besonderen Hürden. Neben Naturschutz- und Landschaftsfragen sind vor allem die Windverhältnisse entscheidend. Gerade auf Hochlagen werden deshalb über längere Zeit Messungen durchgeführt, bevor Betreiber und Projektentwickler über eine Umsetzung entscheiden. Fällt das Potenzial zu niedrig aus, rechnet sich ein Windpark meist nicht.
Im konkreten Fall der Compedal Hochalm war genau das ausschlaggebend. Die Messungen ergaben demnach keine ausreichende Grundlage für den Bau der geplanten Windräder. Für die Gegner des Projekts bedeutet das ein Ende der Debatte um die unmittelbar drohende Verbauung der Hochalm. Für die Region bleibt zugleich die grundsätzliche Frage offen, wo und unter welchen Bedingungen im Bezirk Lienz künftig noch Windkraftprojekte denkbar sind.
Österreich will den Ausbau erneuerbarer Energie insgesamt beschleunigen, auch Windkraft soll dabei eine größere Rolle spielen. In alpinen Regionen bleibt die Umsetzung aber deutlich schwieriger als im Flachland. Neben der Wirtschaftlichkeit entscheidet am Ende oft auch die Akzeptanz vor Ort. In Assling hat sich das Vorhaben nun jedenfalls erledigt, bevor überhaupt ein Bauantrag auf dem Tisch lag.









