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Nachrichten über Messenger erreichen in Österreich neuen Höchststand

Redaktionelle Szene zum Thema „Nachrichten über Messenger erreichen in Österreich neuen Höchststand“

Österreicherinnen und Österreicher haben im Vorjahr so viele Chatnachrichten wie noch nie verschickt. Über WhatsApp, Signal und andere Messenger wurden laut den jüngsten Zahlen des Telekomregulators RTR erstmals mehr als 100 Milliarden Nachrichten gezählt. Das entspricht einem Plus von 2,9 Milliarden gegenüber 2024.

Die Entwicklung zeigt, wie stark sich die digitale Kommunikation weiter vom klassischen Telefonieren wegbewegt. Besonders deutlich ist das bei Textnachrichten über Internetdienste, die längst für private und berufliche Alltagskommunikation dominieren. Parallel dazu legte auch die Videotelefonie weiter zu.

Messenger haben das SMS-Zeitalter weit hinter sich gelassen

Die RTR erhebt regelmäßig Daten zur Nutzung von Telekommunikationsdiensten in Österreich. Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass Messenger-Dienste inzwischen eine zentrale Rolle im Kommunikationsverhalten spielen. Für Anbieter von Telekomdiensten bedeutet das einen weiteren Rückgang der klassischen Sprach- und SMS-Nutzung zugunsten datenbasierter Anwendungen.

Der anhaltende Anstieg erklärt sich auch durch die breite Verfügbarkeit schneller mobiler Datenverbindungen und die starke Verankerung von Diensten wie WhatsApp im Alltag. Neben privaten Chats werden Messenger zunehmend auch für Gruppenkommunikation, Terminabsprachen und den raschen Austausch von Fotos, Sprachnachrichten und Dokumenten genutzt.

Auch Videotelefonie gewinnt weiter Nutzer

Neben dem Nachrichtenaufkommen nahm nach den RTR-Zahlen auch die Videotelefonie weiter zu. Sie bleibt zwar im Vergleich zur reinen Textkommunikation ein kleinerer Bereich, gewinnt aber dort an Bedeutung, wo persönliche Gespräche auf Distanz geführt werden. Das betrifft etwa Familienkontakte, Homeoffice und hybride Arbeitsformen.

Die Zahlen sind auch für die Telekombranche wirtschaftlich relevant: Je stärker sich die Kommunikation in internetbasierte Dienste verlagert, desto wichtiger werden stabile Netze, hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und ausreichend Kapazitäten. Für Netzbetreiber und Anbieter von Mobilfunk- und Festnetzdiensten ist die steigende Nutzung von Messengern und Videoanrufen daher auch eine Frage der Infrastrukturplanung.

Der neue Höchststand bei den Chatnachrichten zeigt damit nicht nur ein verändertes Kommunikationsverhalten, sondern auch, wie sehr digitale Alltagsdienste inzwischen in Österreichs Wirtschafts- und Lebensalltag eingewachsen sind.

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