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Kämpfe um Kostjantyniwka dauern an

Redaktionelle Szene zum Thema „Kämpfe um Kostjantyniwka dauern an“

Russland hat nach eigenen Angaben die ukrainische Stadt Kostjantyniwka in der Ostukraine eingenommen. Die ukrainische Seite bestätigte die russische Darstellung zunächst nicht. Unabhängig davon meldeten beide Seiten am Freitag neue Angriffe mit Toten, Verletzten und Schäden an kritischer Infrastruktur.

Nach Angaben aus Moskau ist Kostjantyniwka in der Region Donezk unter russische Kontrolle geraten. Die Stadt liegt im seit Monaten umkämpften Osten der Ukraine und gilt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen mehreren Frontabschnitten. Für Russland wäre eine Einnahme ein weiterer Vorstoß in dem Gebiet, das der Kreml seit Beginn des Angriffskriegs als zentrales Operationsziel betrachtet.

Parallel dazu meldete Kiew neue russische Angriffe auf mehrere Regionen des Landes. Bei Beschuss und Drohnenangriffen kamen nach ukrainischen Angaben zahlreiche Menschen ums Leben, weitere wurden verletzt. Besonders betroffen waren demnach Gebiete im Osten und Süden der Ukraine, wo die russische Armee ihre Angriffe seit Wochen intensiviert.

Auch in Russland selbst gab es in der Nacht erneut Schäden an Infrastruktur. Bei einem Drohnenangriff wurde eine große Ölraffinerie in Nischni Nowgorod getroffen und beschädigt. Zudem meldeten die von Russland eingesetzten Behörden auf der annektierten Krim Ausfälle in der Stromversorgung. In Teilen der Halbinsel fiel der Strom aus, nachdem nach russischen Angaben ein Angriff die Energieversorgung beeinträchtigt hatte.

Die Krim bleibt damit eines der Hauptziele ukrainischer Angriffe auf russisch kontrollierte Infrastruktur. Kiew versucht seit Monaten, militärische und logistische Einrichtungen auf der Halbinsel zu treffen, um die russische Versorgung zu stören. Russland wiederum setzt seine Luftangriffe auf ukrainische Städte und Energieanlagen fort.

Die Front im Osten der Ukraine bleibt damit ebenso instabil wie die Lage im russischen Hinterland. Während Moskau Geländegewinne meldet, geht der Krieg mit Angriffen auf beiden Seiten weiter – ohne Anzeichen für eine rasche Entspannung.

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