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ICE im Tunnel Hadersdorf: Bericht legt Pannen bei Evakuierung offen

Redaktionelle Szene zum Thema „ICE im Tunnel Hadersdorf: Bericht legt Pannen bei Evakuierung offen“

Die Evakuierung von rund 400 Fahrgästen aus dem ICE 90 „Donauwalzer“ hat im Juli 2025 mehr als siebeneinhalb Stunden gedauert. Ein Zwischenbericht der Eisenbahnbehörde im Verkehrsministerium zeichnet nun nach, warum der Fernzug im Tunnel Hadersdorf westlich von Wien liegen blieb und weshalb sich die Bergung der Passagiere so lange hinzog.

Der Zug war am 26. Juli 2025 21 Minuten nach der Abfahrt auf dem Weg von Wien über Nürnberg und Würzburg nach Hamburg-Altona wegen eines technischen Problems im Tunnel zum Stillstand gekommen. Was zunächst nach einer Betriebsstörung aussah, entwickelte sich zu einem Großeinsatz von Blaulichtorganisationen. Nach Angaben aus dem Bericht kam es im weiteren Verlauf zu einer Kette von Fehlern und Verzögerungen, die die Evakuierung zusätzlich erschwerten.

Technischer Defekt und organisatorische Probleme

Der Zwischenbericht beschreibt nicht nur den Auslöser des Stillstands, sondern auch Pannen bei der Aufarbeitung des Vorfalls. Demnach verlief die Alarmierung und Koordination der Einsatzkräfte nicht reibungslos. Die Dauer der Evakuierung war damit nicht allein Folge des Defekts am Zug, sondern auch von Abläufen, die in der akuten Phase nicht schnell genug griffen.

Für die Betroffenen bedeutete das einen langen Aufenthalt in einem liegengebliebenen Fernzug unter schwierigen Umständen. Erst am frühen Abend waren alle Passagiere aus dem Tunnel gebracht. Der Vorfall lenkt den Blick auf die Frage, wie gut Eisenbahnunternehmen, Behörden und Einsatzorganisationen bei Störungen im Tunnelbetrieb zusammenspielen.

Lehren für den Bahnverkehr

Gerade auf stark befahrenen Strecken im Fernverkehr hängt im Ernstfall viel davon ab, wie rasch Entscheidungen getroffen und Evakuierungen eingeleitet werden. Der Bericht dürfte deshalb auch für die weiteren Abläufe bei Sicherheitskonzepten im Bahnverkehr relevant sein. Denn ein technischer Defekt muss nicht zwangsläufig zu einem stundenlangen Stillstand führen – entscheidend ist, wie schnell und koordiniert darauf reagiert wird.

Der Vorfall im Tunnel Hadersdorf war damit nicht nur ein Betriebsproblem, sondern auch ein Testfall für Krisenmanagement und Sicherheit im Bahnverkehr. Der nun vorliegende Bericht macht sichtbar, wo die Abläufe an ihre Grenzen kamen.

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