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Peter Alexander vor 100: Ein Star, dessen Nachruhm verblasst ist

Redaktionelle Szene zum Thema „Peter Alexander vor 100: Ein Star, dessen Nachruhm verblasst ist“

Peter Alexander wäre am 30. Juni 100 Jahre alt geworden. Der Sänger, Schauspieler und Entertainer prägte über Jahrzehnte die Unterhaltung im deutschsprachigen Raum, heute ist von seiner Präsenz im öffentlichen Raum in Wien und anderswo nur noch wenig zu sehen. 15 Jahre nach seinem Tod ist der aus Wien stammende Publikumsliebling faktisch aus dem Alltag verschwunden.

Das zeigt sich schon an mehreren Orten, die mit seinem Leben verbunden waren. Am Haus in der Sechsschimmelgasse, wo er Kindheit und Jugend verbrachte, erinnert keine Gedenktafel an ihn. Auch seine frühere Villa in Döbling ist nicht mehr erhalten; an ihrer Stelle steht heute eine Apartmentanlage. Und am Peter-Alexander-Platz im 19. Bezirk fehlt jede sichtbare Erinnerung in Form einer Statue oder eines Denkmals.

Alexander war für ein Millionenpublikum über Jahre das Gesicht einer heiteren, scheinbar sorgenfreien Unterhaltungskultur. Doch hinter der Figur des stets freundlichen Stars stand ein Mensch, dessen spätere Lebensjahre von Rückzug und Trauer geprägt waren. Auch seine ehemalige Filmpartnerin Cornelia Froboess beschrieb ihn als jemanden, den man hinter der öffentlichen Rolle kaum gekannt habe.

Vom Nachkriegspublikum gefeiert

Mit Filmen, Schlagern, Fernsehshows und Bühnenauftritten wurde Alexander zu einem der bekanntesten deutschsprachigen Entertainer der Nachkriegszeit. Sein Name stand für eine Form von Unterhaltung, die auf Leichtigkeit, Charme und Verlässlichkeit setzte. Gerade diese Beständigkeit machte ihn für viele zum Inbegriff des Frohsinns.

Dass von diesem Bild heute nur noch Bruchstücke geblieben sind, passt zu einem Künstler, der seine Privatsphäre zeitlebens streng schützte. Auch am Grinzinger Friedhof ist das sichtbar: Auf seinem Grab ist der Familienname Neumayer großgeschrieben, nicht der Künstlername, unter dem ihn Generationen kannten.

Zum 100. Geburtstag rückt damit weniger eine nostalgische Hommage in den Vordergrund als die Frage, wie wenig von einer einst allgegenwärtigen Figur im Stadtraum geblieben ist. Peter Alexander bleibt ein Fixpunkt der österreichischen Kulturgeschichte – präsent in Erinnerung, aber kaum mehr im öffentlichen Bild.

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