Lena Schätte hat den Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 gewonnen. Die deutsche Autorin wurde am Sonntag in Klagenfurt mit dem Hauptpreis der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur ausgezeichnet. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert.
Schätte erhielt die Auszeichnung für ihren Text Was wir tragen, in dem es um „die dicksten Mädchen der Schule“ geht. Die siebenköpfige Jury entschied sich am Ende für den Beitrag, der nach Angaben aus dem Wettbewerb zuvor auch schon beim Publikum gut angekommen war: Schätte hatte bereits den BKS-Bank-Publikumspreis gewonnen, der mit dem Carinthischer Sommer-Festivalschreiber-Preis verbunden ist. Die Onlineabstimmung dazu war am Samstag erfolgt.
Juror Thomas Strässle lobte den Text in seiner Laudatio für seine „stupende Unsentimentalität“. Er sprach von einem Werk mit „existentieller Wucht“ und „wichtigen und gewichtigen“ literarischen Qualitäten. Der Text arbeite mit „existentiellen Bildern“ und sei so stark, dass er nicht anklagend oder belehrend wirken müsse.
Zu den weiteren Auszeichnungen der 50. Ausgabe zählten Preise für Kinga Tóth, Ozan Zakariya Keskinkilic und die Österreicherin Magdalena Schrefel. Der Wettbewerb, der zu den wichtigsten literarischen Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum zählt, endete damit mit einer Entscheidung, die sowohl die Jury als auch das Publikum auf denselben Namen brachte.









