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Spit-Festival im Tanzquartier Wien eröffnet mit schwachem Auftakt

Redaktionelle Szene zum Thema „Spit-Festival im Tanzquartier Wien eröffnet mit schwachem Auftakt“

Mit dem Motto „Queer Time“ ist am Donnerstag im Tanzquartier Wien die siebente Ausgabe des Spit-Festivals für queere Performance gestartet. Die Auftaktperformance „LP“ des Kölner Künstlers Benze C. Werner setzte dabei auf abgeschnittene Gummizungen, lässige Outfits und dunklen Sound, blieb in ihrer Wirkung aber begrenzt.

Das dreitägige Festival läuft unter der kuratorischen Leitung von Lisa Holzinger und Denise Kottlett. Sie wollen mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Queer Time“ bewusst gegen „normative Lebensläufe“ arbeiten und „Räume für alternative Rhythmen und Übergänge“ öffnen – etwa in Momenten des Innehaltens, der Wiederholung, der Verzögerung oder eines plötzlichen Umbruchs.

Das Spit-Festival gehört seit Jahren zu den fixen Formaten für queere Performance in Wien und findet im Tanzquartier statt, das in dieser Saison seine erste Spielzeit unter der Leitung von Isabel Lewis und Rio Rutzinger abgeschlossen hat. Mit dem Festival setzt das Haus seine Linie fort, künstlerische Arbeiten zu zeigen, die Körper, Identität und soziale Normen in performativen Formen verhandeln.

Der Auftakt von „LP“ blieb dabei eher tastend als zugespitzt. Werner arbeitete mit einer Ästhetik, die auf Gruselromantik und Pop-Codes setzt, ohne daraus einen klaren Spannungsbogen zu entwickeln. Für das Festival bedeutet das einen Start, der programmatisch auf Offenheit und Bruchstellen verweist, künstlerisch aber noch nicht voll zündet.

In den kommenden Tagen soll das Festival den Blick auf unterschiedliche Formen queerer Performance erweitern und die Idee von Zeit jenseits starrer Abläufe weiter ausloten. Gerade in diesem Feld setzt das Spit-Festival seit Jahren auf Arbeiten, die politische und ästhetische Fragen miteinander verbinden.

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