Graham Coxon hat mit „Castle Park“ ein Album mit zehn Songs veröffentlicht, das bereits 2011 aufgenommen wurde und nun nach Jahren aus der Schublade kommt. Der Gitarrist von Blur legt damit kein neues Werk im eigentlichen Sinn vor, sondern eine Sammlung älterer Aufnahmen, die erst jetzt erscheinen.
Das Album bewegt sich laut den vorliegenden Angaben textlich im melancholischen Bereich, ohne in Schwermut abzugleiten. Klanglich orientiert sich Coxon an den Kinks und an den 1960er-Jahren, was „Castle Park“ eher als nostalgisch als als modern produziert erscheinen lässt. Der Opener „Billy Says“ dürfte dabei vielen bereits aus dem Liveprogramm bekannt sein.
Gerade bei lange zurückgehaltenen Platten fällt das Ergebnis oft sperrig oder unvollständig aus. Bei „Castle Park“ ist das anders: Die Veröffentlichung wird als verschollener Schatz beschrieben, der nun zugänglich wird. Dass die Stücke mehr als ein Jahrzehnt auf ihren regulären Release warten mussten, verleiht dem Album vor allem für Blur-Fans einen besonderen Reiz.
Abseits davon gibt es derzeit auch im Bereich Post- und Psychedelic Rock bemerkenswerte Neuerscheinungen. Genannt werden in diesem Zusammenhang unter anderem Lost in Kyiv und Pond, die das aktuelle Feld zwischen experimenteller Gitarrenmusik, Atmosphäre und Psychedelia mitprägen.









