SpaceX ist am Freitag an die Börse gegangen – bei einem Erstkurs von 150 Dollar je Aktie, der zunächst unter den Erwartungen lag und danach deutlich anzog. Der Schritt macht Gründer Elon Musk nach der Bewertung seines Anteils zum ersten Menschen mit einem Vermögen im Billionenbereich in Dollar.
Der Börsengang gilt als der bisher größte in der Geschichte des Unternehmens. Für SpaceX ist er ein Meilenstein nach Jahren, in denen die Firma mit Raketenstarts, Satellitenprojekten und wiederholten Testflügen zu einem der einflussreichsten privaten Raumfahrtunternehmen der Welt geworden ist. Musk hatte dem Projekt eigenen Angaben zufolge nur eine Zehn-Prozent-Chance eingeräumt.
Hohe Bewertung trotz roter Zahlen
Die Markteinführung des Unternehmens steht in starkem Kontrast zu den zuletzt veröffentlichten Geschäftszahlen: SpaceX setzte im vergangenen Jahr weniger als 19 Milliarden Dollar um und schrieb weiterhin Verluste. Dass der Kapitalmarkt dem Unternehmen dennoch einen hohen Preis beimisst, verweist auf die Erwartungen an das Wachstumspotenzial, vor allem bei Startdiensten und dem Satellitennetzwerk Starlink.
SpaceX ist damit eines jener Unternehmen, deren Börsenwert weniger an der aktuellen Ertragslage als an künftigen Geschäftschancen gemessen wird. Das ist im Tech- und Rüstungsnahen Raumfahrtsektor nicht ungewöhnlich, fällt im Fall von Musk aber besonders ins Gewicht, weil sein Vermögen ohnehin stark von Beteiligungen an börsennotierten und nicht börsennotierten Konzernen abhängt.
Musk erreicht neue Vermögensmarke
Mit dem Börsengang steigt Musks Anteil an SpaceX rechnerisch so stark an, dass sein Gesamtvermögen nun offiziell die Billionenmarke erreicht. Damit rückt er noch deutlicher in eine Sonderstellung unter den reichsten Unternehmern der Welt. Anders als bei börsennotierten Konzernen wie Tesla beruht diese Bewertung hier auf dem Marktpreis eines bislang nicht gelisteten Unternehmens.
Für SpaceX eröffnet der Gang an die Börse den Zugang zu frischem Kapital in einem Geschäftsfeld, das hohe Investitionen verlangt. Zugleich nimmt der Druck zu, die Erwartungen der Investoren mit verlässlichen Starts, stabilen Einnahmen und einer belastbaren kommerziellen Perspektive zu erfüllen.









