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Industrie baut heuer weitere 6000 Stellen ab

Redaktionelle Szene zum Thema „Industrie baut heuer weitere 6000 Stellen ab“

Die heimische Industrie streicht heuer weiteren 6000 Jobs. Nach mehreren Unternehmensankündigungen über Stellenabbau und Verschiebungen bei Investitions- und Finanzzielen verdichten sich die Zeichen für eine anhaltend schwierige Lage in der Branche. Betroffen sind vor allem große Industriebetriebe, die unter schwacher Nachfrage, Kostendruck und teils Verlusten leiden.

Zu den jüngsten Einschnitten zählt der Faserhersteller Lenzing, der weltweit 2000 Stellen abbauen will. Auch Kapsch TrafficCom kämpft mit Verlusten, während Palfinger seine Finanzziele verschoben hat. Die Maßnahmen stehen für eine Entwicklung, die sich seit Monaten zieht und nach Einschätzung von Branchenvertretern immer breitere Teile der österreichischen Industrie erfasst.

Der Arbeitsmarktdruck ist damit nicht mehr auf einzelne Unternehmen beschränkt. Vielmehr summieren sich in der Industrie Hinweise auf einen tieferen Struktur- und Kostendruck, der sich inzwischen in konkreten Personalmaßnahmen niederschlägt. Für die Betriebe geht es dabei um die Anpassung an ein schwieriger gewordenes Marktumfeld, für Beschäftigte um die Sorge um Arbeitsplätze.

IV-Chefökonom Christian Helmenstein beschreibt die Lage als dramatisch. Nach seiner Einschätzung drohen weitere Jobverluste, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht rasch verbessern. Aus Sicht der Industrie braucht es nun Gegenmaßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stabilisieren und den Druck auf die Betriebe zu verringern.

Die aktuelle Welle an Ankündigungen reiht sich in eine Phase ein, in der österreichische Industriekonzerne ihre Kostenstrukturen neu ordnen und geplante Vorhaben überprüfen. Für die exportorientierte Branche kommt die Schwäche besonders zur Unzeit: Sie trifft auf ein Umfeld, das von Unsicherheit, schwächerer Nachfrage und sinkender Ertragskraft geprägt ist.

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